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Leben ist Begegnung

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 2. Februar 2025.

02.02.2025
© Erzdiözese Wien/ Schönlaub Stephan, Stephan Schönlaub
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Vor vierzig Tagen war Weihnachten. Deshalb ist heute das Fest „Maria Lichtmess“, wie es im Volksmund hieß, „Darstellung des Herrn“, wie es genauer genannt wird. Nach jüdischem Brauch wurde der Erstgeborene am vierzigsten Tag nach der Geburt Gott geweiht. Damals, als es noch den Tempel in Jerusalem gab, feierten die Eltern die „Darstellung“ des Kindes durch ein rituelles Tieropfer im Tempel. Die Wohlhabenden brachten dafür einen Stier dar, die Armen wenigstens zwei Tauben. Zu letzteren gehörten die Eltern Jesu. So kam es zur Begegnung, von der heute das Evangelium berichtet. Sie ist der Grund, warum der christliche Osten vom „Fest der Begegnung“ spricht.


Ehe wir uns dieser besonderen Begegnung zuwenden, lade ich ein, ganz allgemein über Begegnungen nachzudenken. Sie können ganz zufällig sein, überraschend, enttäuschend, erhofft, gesucht, gezielt, beglückend. Begegnungen können ein Leben entscheidend prägen. Sie können auch so flüchtig sein, dass wir sie sofort wieder vergessen. Es tut gut, am Abend eines Tages über die heutigen Begegnungen nachzudenken. Wie waren sie? Grundsätzlicher: Wie gehe ich selber in Begegnungen hinein und aus ihnen wieder heraus? An welche Begegnungen erinnere ich mich für immer? Welche waren beglückend, welche verletzend? Um über Begegnungen im eigenen Leben nachzudenken, hilft es, das heutige Evangelium zu betrachten.


Simeon und Hanna, zwei eindeutig alte Menschen, haben heute eine Begegnung, auf die sie seit Jahren gehofft hatten. Sie haben auf sie zugelebt, ohne die Garantie zu haben, dass es jemals zu dieser Begegnung kommen wird. Beide waren dem Lebensende schon sehr nahe. Beiden ist gemeinsam, dass sie trotzdem durch ihre Hoffnung offen blieben. Hanna gehört zu den Menschen, die bis ins hohe Alter seelisch frisch bleiben, weil sie durch ihr Beten und Fasten, ihren Glauben, nie ganz vom Leben enttäuscht werden konnten, obwohl ihr Leben alles eher als einfach war.


Simeon gehört zu den Menschen, die unerschütterlich darauf vertrauen, dass Gott alles einmal zum guten Ende bringt. Er hatte eine Art innere Gewissheit, er werde einmal dem erhofften Messias begegnen. Ich staune immer darüber, wie Simeon unter den vielen Menschen, die täglich in den Tempel kamen, die unscheinbaren, ärmlichen Eltern erkannte, die ihr Neugeborenes hereinbrachten. Er nimmt es in seine Arme und dankt Gott für die ersehnte Begegnung. Seine Worte beten wir jeden Abend im kirchlichen Nachtgebet. Sie gehören zu den schönsten Gebetsworten der Bibel und erinnern täglich an jene letzte Begegnung, auf die wir alle zugehen. Schön, wenn wir sie nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung sprechen können: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ Leben ist Begegnung. Sterben das Tor zur endgültigen Begegnung.


 

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