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Das Tor zur großen Woche

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 13. April 2025

13.04.2025
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Stephan Schönlaub
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Heute beginnt, mit dem Palmsonntag, die wichtigste Woche im ganzen Jahr des christlichen Kalenders: die Tage von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu. Fast 30 Jahre lang durfte ich diese Woche im Stephansdom feiern, meist mit vielen Menschen. Es hat mich jedes Jahr neu bewegt und berührt, in dieser wunderbaren Domkirche die höchsten Feste des Kirchenjahres zu erleben. Ich empfand es immer als ein besonderes Geschenk. Am unvergesslichsten sind mir die Gottesdienste im Lockdown des Jahres 2020, als wir, nur acht Personen, die Feier des Gründonnerstags, Karfreitags, der Osternacht und des Ostersonntags im leeren Dom feiern mussten. Und doch haben mehr Menschen daran teilgenommen als je zuvor. Alle diese tiefen und ergreifenden Feiern wurde live vom ORF übertragen. Etwa 300.000 Menschen konnten auf diese Weise mitfeiern, als wir alle wegen der Pandemie zu Hause bleiben mussten.

 

Gott sei Dank dürfen wir in Freiheit und Frieden die große Woche feiern. Was macht diese Tage so besonders? Es geht um die Mitte des christlichen Glaubens, um sein Innerstes: Um den Weg Jesu, der auch der Weg aller Christen sein soll, in gewisser Weise der Weg aller Menschen. Denn es geht um Leben und Tod, um Leid und Trost. Unser Leben hat Anfang und Ende. Niemand entkommt dieser nüchternen Tatsache. In dieser Woche aber geht es um die Umkehr des Unausweichlichen: Der Tod ist nicht mehr Ende, sondern Anfang. Am Ende der großen Woche steht nicht der Tod Jesu, sondern seine Auferstehung: „Tod, wo ist dein Stachel? Tod, wo ist dein Sieg?“, wird es an Ostern heißen. Der christliche Glaube ist keine Vertröstung. Der Weg Jesu geht über den Karfreitag, den Tod am Kreuz. Das Leid wird nicht schöngeredet. Die Feier des Karfreitags im Stephansdom hat mich jedes Jahr tief bewegt, wenn ich das verhüllte Kreuz langsam enthüllen und dann durch den Dom tragen durfte. Ohne die lange Lesung der Leidensgeschichte Jesu gelangen wir nicht zur Osterfreude der Auferstehung.

 

Heute beginnt diese große Woche mit dem Palmsonntag, dem Einzug Jesu in Jerusalem. Alles fing so hoffnungsvoll an. Als Friedenskönig reitet Jesus auf einem jungen Esel in Jerusalem ein, begeistert von den Seinen begrüßt als „der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der Höhe“. Doch was hilft der Friede im Himmel, wenn er nicht auf die Erde herabkommt? Der freudige Einzug Jesu in die Stadt, die das Wort Frieden im Namen trägt, endet mit Tränen: „Als Jesus näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was Frieden bringt. Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen.“ Noch heute zeigt man die Stelle, wo Jesus über Jerusalem geweint hat. Eine Kapelle erinnert daran. Wann wird es Frieden geben?

 

Die Einladung, die Karwoche bewusst zu feiern, ist die Einladung, mit Jesus den Weg des Friedens zu gehen und zu finden. Am Gründonnerstag hat mich immer die Fußwaschung besonders berührt. Jesus hat sich zum Diener gemacht: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt.“ Als „König der Juden“ ließ Pilatus ihn kreuzigen. Jesus hatte ihm gesagt: „Ja, ich bin ein König.“

 

Ohnmächtig stirbt er und vergibt zuvor denen, die ihn ans Kreuz brachten. Der Karsamstag, die Grabesruhe Jesu, ist ein besonderer Tag der Besinnung auf unser eigenes Sterben, unsere Grabesruhe. Doch dann folgt die Osternacht, die Feier der Auferstehung, und schließlich der helle Ostermorgen. Ich wünsche möglichst vielen die Möglichkeit, diese große Woche als Tor zur Freude und zum Frieden erfahren zu können, im Dom oder in einer Gemeinde und vor allem im eigenen Leben.

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