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Das Schifflein des Petrus

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 4. Mai 2025

04.05.2025
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Bald beginnt das Konklave. Es wird den 267. Nachfolger des Apostels Petrus wählen, den nächsten Papst. Heute geht es um den, der der erste in dieser zweitausendjährigen Liste war, um Simon Barjona, den Sohn des Johannes, Fischer von Beruf, aus Betsaida gebürtig, wohnhaft in Kafarnaum. Ihm hat Jesus einen Beinamen gegeben: Kephas, das heißt Fels, auf griechisch Petros, auf lateinisch Petrus. Es ist schon einige Tage her seit den dramatischen Ereignissen in Jerusalem, Gefangennahme Jesu, Verurteilung, Kreuzigung, Bestattung, leeres Grab und Erscheinung Jesu als lebend, auferstanden.

 

Ich habe mich oft gefragt: Wie sah der Alltag der kleinen Schar der Anhänger Jesu aus, nachdem ihnen Jesus erschienen war? Was hat sich für sie geändert? Da kommt mir das heutige Evangelium zu Hilfe. Ihr Alltag sah ganz normal aus. Für sie ging ja das Leben weiter. Jesus war zwar nicht tot, aber er war auch nicht einfach da. Er zeigte sich und war dann wieder unsichtbar. Es konnte kein Dauerzustand sein, nur zu warten bis zu seiner nächsten Erscheinung. Was also tun? Simon Petrus ist ganz praktisch. Sie sind gemeinsam zurückgekehrt nach Galiläa, nach Hause. Wovon sollen sie leben? Von ihrem früheren Beruf! Simon Petrus sagt: „Ich fahre zum Fischen aus“ und steigt in sein Boot. Die anderen kommen mit.

 

Das Fischerboot des Petrus ist seit Jahrhunderten zum Bild und Symbol der Kirche geworden. Es ist heute nicht mehr das Schifflein vom See Genesareth. Immer noch hat es Petrus zum Steuermann. Nach dem Tod von Papst Franziskus wird bald sein Nachfolger den Dienst des Petrus wahrnehmen. Gott weiß bereits, wer es sein wird. Die Kardinäle im Konklave müssen nach bestem Wissen und Gewissen den wählen, von dem sie glauben, dass Gott ihn für dieses Amt erwählt hat. Das heutige Evangelium kann ihnen helfen, richtig zu wählen. Was zeigt es uns?

 

Ein Erstes: Misserfolg ist oft die Art, wie Gott uns den Weg zeigt: „In dieser Nacht fingen sie nichts.“ Die Rückkehr in den Berufsalltag ist enttäuschend. Auch erkennen sie nicht, dass Jesus bei ihnen ist. Wo ist seine Hilfe? Sie können dem Unbekannten am Seeufer nichts anbieten, gar nichts. Ein Zweites: Plötzlich haben sie Erfolg, randvolle Fischernetze! Da begreifen sie, dass es nicht ihre eigene Leistung ist. Johannes, „der Jünger, den Jesus liebte“, erfasst es als Erster: „Es ist der Herr!“ Dann folgt Petrus, spontan und begeistert springt er ins Wasser und schwimmt auf Jesus zu. Ein Drittes: Am Ufer wartet ein fertiges Frühstück auf sie. Jesus ist der Gastgeber: „Kommt und esst!“

 

Wie wird es dem 267. Nachfolger des Petrus ergehen? Was wartet auf ihn? Welche Erwartungen richten sich an ihn? Eines ist sicher: Misserfolge gehören zum Programm. Sicher ist auch: Er wird die Erfahrung des Petrus machen, dass das Entscheidende Gott selber macht. Erfolge wird es geben, aber der Papst wird deutlich spüren, dass er nur Diener und nicht Herr der Pläne Gottes ist. Den tiefsten Trost wird er durch die Feier der Messe, der Eucharistie erleben, er und alle, die mit ihm im „Schifflein des Petrus“, in der Gemeinschaft der Kirche unterwegs sind. Denn da lädt Jesus selber zum gemeinsamen Mahl ein: „Kommt und esst!“

 

Ich habe die drei letzten Päpste persönlich kennenlernen dürfen. Alle drei waren humorvoll. Sie wussten, dass sie nicht alles selber schultern müssen. Darum konnten sie den Menschen so herzlich begegnen.

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