Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Was Jesus wirklich wichtig war

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 25. Mai 2025

25.05.2025
mit freundlicher Genehmigung der Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Erzdiözese Wien/ Stephan Schön
mit freundlicher Genehmigung der Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum heiligen Nikolaus
Bild herunterladen

 

Alle Worte des heutigen Evangeliums handeln vom Abschied Jesu. Bald wird er nicht mehr bei seinen Jüngern sein. Die Kapitel 14-17 des Johannesevangeliums werden deshalb die Abschiedsreden Jesu genannt. Man kann sie auch als sein Testament bezeichnen, seinen letzten Willen, den er im Wissen um seinen baldigen Tod seinen Jüngern anvertraut. Es geht um das, was nachher sein wird. „Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.“ Die Worte Jesu können helfen, selber darüber nachzudenken, was wir weitergeben wollen, was uns wirklich wichtig ist.


Jesus ist wichtig, dass wir sein Wort behalten: „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten“. Es ist ein Zeichen echter Liebe, das Wort dessen zu halten und zu behalten, den wir lieben. Liebende vergessen nicht, was sie einander gesagt haben. Wir bewahren solche Worte kostbar im Herzen. Wer sie leichtfertig vergisst, verletzt die Liebe. Wie gehen wir mit dem Schatz der Worte Jesu um? Merken wir sie uns? Bleiben sie lebendig in unserer Erinnerung? Sind mir Worte Jesu gegenwärtig in meinem Alltag? Lebe ich mit ihnen? Kommen sie mir in den Sinn, wenn sie gerade wichtige Wegweisung wären? Zum Beispiel: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“


Ein nüchterner Blick auf unsere Zeit zeigt kein sehr positives Bild. Frühere Generationen hatten ein besseres Gedächtnis. Wir haben durch Google und ähnliche Hilfen Zugang zu gigantischen elektronischen Datenspeichern. Wir können in Sekundenschnelle uns alle Bibelzitate in Erinnerung rufen lassen. Unser eigenes Gedächtnis wird immer schwächer. Junge Muslime lernen große Teile des Korans auswendig. Wer von uns kann Worte Jesu auswendig? Ich erinnere mich, es ist 50 Jahre her, an Jugendliche auf den Philippinen. Sie konnten das am Sonntag gehörte Evangelium nachher wortgenau nacherzählen. Heute wird es auch bei ihnen nicht mehr möglich sein.


Jesus bleibt bei uns durch sein Wort. Wer das Wort des anderen aufnimmt, gibt ihm Raum im eigenen Herzen. Das geschieht nicht nur bei einer Liebeserklärung. Es trifft immer zu, wenn wir einander echt zuhören. Wenn wir auf Jesus hören, kommt er zu uns, nimmt bei uns Wohnung, bleibt bei uns. Paulus sagt es ganz einfach: „Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen.“ Er hat seine Bleibe in uns, auch wenn uns das meist nicht bewusst ist.


Zum Testament Jesu, zu seinem Nachlass gehört der Heilige Geist. Jesus nennt ihn den Beistand oder auch den Tröster, den Gott durch Jesus uns schickt. „Er wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Wie tut er das? Sein Wirken ist nicht lautstark. Immer wenn uns etwas aufleuchtet, wenn in schwierigen Situationen sich ein Sinn, ein Weg, ein Trost zeigt, dürfen wir dahinter die Hilfe des Heiligen Geistes sehen. Oft bekommen dann die Worte Jesu eine Bedeutung genau für unsere Fragen. Dann spüren wir etwas von dem, was Jesus uns zu geben versprochen hat: seinen Frieden!


„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Oft frage ich mich: Wie sieht der Friede Jesu aus? Auf jeden Fall „nicht wie die Welt ihn gibt“. Für mich war die Wahl von Papst Leo ein starkes Zeichen, wie Jesus seinen Frieden gibt: durch ehrliche Einmütigkeit. „Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ Dieses Wort Jesu macht Papst Leo spürbar.

 

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen