Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

KI und der Heilige Geist

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zur Lesung vom 8. Juni 2025.

08.06.2025
Am 50. Tag nach Ostern (griechisch pentecoste = 50) wird die Sendung des Heiligen Geistes gefeiert. Der Heilige Geist kommt wie Feuerzungen auf die versammelten Jünger herab und sie sind fähig in fremden Sprachen zu reden. Es ist gleichsam die Überwi
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Stephan Schönlaub
Am 50. Tag nach Ostern (griechisch pentecoste = 50) wird die Sendung des Heiligen Geistes gefeiert. Der Heilige Geist kommt wie Feuerzungen auf die versammelten Jünger herab und sie sind fähig in fremden Sprachen zu reden. Es ist gleichsam die Überwi
Bild herunterladen

Alle reden von KI, von künstlicher Intelligenz. Eine Welt voller Chancen und Gefahren tut sich auf. Riesige Mengen an Wissen werden gespeichert, sind immer und überall abrufbar. Zu jedem Thema, zu allen Fragen kann über KI kompetentes Wissen zur Verfügung stehen. Aber denkt die künstliche Intelligenz wirklich nach? Wird sie jemals menschliche Intelligenz ersetzen? Ist sie überhaupt intelligent?


Das Pfingstfest ist vor allem durch das Sprachenwunder hervorstechend: Jeder der vielen Menschen, die damals in Jerusalem zusammenliefen, hörte die Apostel „in seiner Sprache sprechen“. Damals hat dieses Wunder alle fassungslos gemacht. Ließe es sich, ohne irgendein Wunder, genauso gut durch KI bewerkstelligen, dank der immer perfekteren digitalen Möglichkeiten? Alle könnten auf ihrem eigenen Handy durch KI zeitgleich die Worte der Apostel, in die eigene Sprache übersetzt, mithören. Wozu überhaupt noch Sprachen lernen, wenn alle digital übersetzt werden können?


Doch zurück zur Frage: Ist die KI überhaupt intelligent? Sie ist zweifellos eine gewaltige Leistung der menschlichen Intelligenz. Die Fortschritte im digitalen Bereich sind Höchstleistungen der menschlichen Vernunft. Sie sind deshalb noch lange nicht selber als intelligent zu bezeichnen.


Am heutigen Pfingstfest geht es um den Heiligen Geist und dessen Wirken. Woran merkt man es? Wier stehen der menschliche Geist und der Heilige Geist zueinander? Das können wir am Pfingstwunder schön ablesen. Alle die vielen Menschen, „aus allen Völkern unter dem Himmel“, die in Jerusalem zusammenströmen, „als sich das Getöse erhob“, verstehen die Apostel, die Männer aus Galiläa, obwohl sie ganz andere Sprachen sprechen.


Verstehen ist Sache des menschlichen Geistes. Maschinen funktionieren, Menschen können einander verstehen. Sie können das vom anderen Gesagte in sich aufnehmen und seinen Sinn erfassen. Ein gutes Gespräch schenkt diese Erfahrung, selbst wenn beide nicht alles gleich sehen und beurteilen. Das gegenseitige Verstehen stößt freilich auf viele Schwierigkeiten: wenn beide zum Beispiel verschiedene Sprachen sprechen. Wie gut tut es, in einem fremden Land wenigstens das Wichtigste zu verstehen. Mühsam sind die menschlichen Missverständnisse, wenn man aneinander vorbeiredet. Daran gehen Beziehungen und Freundschaften zugrunde. Man versteht jedes Wort des anderen und findet trotzdem, ja vielleicht sogar deswegen nicht mehr zusammen. Wir sind fast pausenlos mit unseren Handys in Kommunikation. Wächst dadurch wirklich das gegenseitige Verständnis? Da braucht es einen höheren Impuls, eine Hilfe von oben, um die hohen Hürden zu überwinden.

 

Dieses Wunder wirkt der Heilige Geist. Jesus hat oft von ihm gesprochen. Er hat ihn versprochen. Das Pfingstfest im Jerusalem des Jahres 30 war eine starke Erfahrung des Geistes. Es gibt sie bis heute, im Kleinen wie im Großen. Die KI kann große Mengen an Wissen transportieren. Das kann hilfreich sein. Es berührt aber nicht persönlich. Das wirkten die Worte der Apostel am Pfingstfest. Sie sprachen Verstand und Herzen der Zuhörer an: „Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu sprechen, wie es der Geist ihnen eingab.“


Eine weitere Wirkung des Geistes war ihr Mut. Ohne Anmaßung, aber mit innerer Kraft konnten die Apostel sprechen. Ihre Worte waren glaubwürdig und verständlich. Wo immer das heute geschieht, dürfen wir das Wirken von Gottes Geist wahrnehmen.

 

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen