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Der barmherzige Samariter

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium vom 13. Juli 2025

13.07.2025
Christus entfaltet das Gleichnis als Beispiel für die bedingungslose Nächstenliebe. Ein Mann wird von Räubern schwer verletzt und bleibt am Straßenrand liegen. Priester und Levit, obwohl rechtgläubig und fromm, gehen vorrüber. Erst ein Samaritaner ni
© Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Stephan Schönlaub
Christus entfaltet das Gleichnis als Beispiel für die bedingungslose Nächstenliebe. Ein Mann wird von Räubern schwer verletzt und bleibt am Straßenrand liegen. Priester und Levit, obwohl rechtgläubig und fromm, gehen vorrüber. Erst ein Samaritaner ni
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Vor vielen Jahren durfte ich, gemeinsam mit einem evangelischen Pfarrer, die damals neue Zentrale des Arbeiter-Samariter-Bundes in Wien segnen. Wie kam diese 1927 gegründete Organisation zu ihrem Namen? Kein Zweifel, er hat mit dem Gleichnis zu tun, das heute die Mitte des Sonntagsevangelium ausmacht. Nach seiner Website hat der Arbeiter-Samariter-Bund über 150.000 Mitglieder und fast 8.000 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mich beeindruckt, wie nachhaltig das Gleichnis Jesu nicht nur den Namen, sondern auch die Einstellung dieser und anderer Blaulicht-Organisationen bis heute prägt. Deshalb lohnt es sich, das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter zu betrachten und auf uns wirken zu lassen. Es spricht so klar und stark von einer Haltung, die in unserer Gesellschaft Gott sei Dank wirklich von vielen Menschen praktisch gelebt wird.

 

Ausgangspunkt ist die Frage eines frommen, bibelkundigen Juden an Jesus: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ Ich glaube, er stellt diese Frage nicht aus Angst vor dem Tod, der für uns alle unausweichlich ist. Es geht ihm vielmehr um die Frage nach einem sinnvollen und erfüllten Leben, das am Ende in ein gutes, ewiges Leben mündet. Jesus lässt seinen Gesprächspartner selber die Antwort geben, die schon in der Bibel steht: Du sollst Gott aus ganzem Herzen lieben und deinen Nächsten wie dich selbst! Schön und gut! Doch wer ist mein Nächster? Wie so oft gibt Jesus auf Fragen keine allgemeinen, theoretischen Antworten.

 

Über die Frage, wer denn mein Nächster sei, wird viel politisiert und spekuliert. Man spricht dann, durchaus zu Recht, von einer Ordnung in der Nächstenliebe. Es leuchtet ein, dass wir die eigene Familie an erster Stelle lieben sollen und dürfen, und auch die eigene Heimat, das eigene Land. Das bedeutet freilich nicht, dass wir deshalb andere Familien, andere Menschen, andere Länder verachten dürfen. In der Bibel (im Buch Levitikus) steht: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen.“ Heißt das: Grenzen auf für alle, wie 2015? Sicher nicht! Es braucht Regelungen, damit nicht Chaos herrscht. Liebe heißt auch Ordnung. Wo das Recht nichts mehr gilt, wird auch die Nächstenliebe mit Füßen getreten. Das Recht allein genügt aber nicht. Darauf zielt das Gleichnis Jesu. Lesen wir es aufmerksam.

 

Ein Ausländer, ein Samariter, ist unterwegs. Er hat sicher seine Termine. Am Wegrand sieht er einen Schwerverletzten. Er hat Mitleid, bleibt stehen, leistet erste Hilfe. Er fragt nicht, wer der Verletzte ist. Er sieht nur, dass sein Leben in Gefahr ist. Der Samariter riskiert viel. Er könnte auch überfallen werden. Er wirft seine Pläne über den Haufen und sorgt lebensrettend für den Unbekannten, nicht nur mit seiner Zeit, auch mit seinem Geld. Die beiden Geistlichen, die am Verletzten vorbeieilen, sind eine Mahnung an uns alle, die wir wegschauen. Und nun die Wende: Es geht Jesus nicht mehr um die Frage, wer mein Nächster ist. Es geht nur darum, dass ich dem, der Hilfe braucht, der Nächste werde. Ein großes Danke an die vielen tausenden barmherzigen Samariter in unserem Land und überall!

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