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Wegbereiter

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag, den 7.Dezember 2025

06.12.2025
Johannes d. Täufer
© Erzdiözese Wien/ Schönlaub
Johannes d. Täufer
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Zum Advent gehört die Gestalt des Johannes des Täufers. Von ihm ist heute die Rede. Er tut das, worum es im Advent eigentlich geht: Er bereitet die Menschen auf den vor, der zu Weihnachten geboren wurde. Er ist die „Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen“. Johannes ist der Wegbereiter Jesu. Das ist sein Beruf, seine Berufung. Wie macht er das? Darüber möchte ich heute nachdenken.

 

Ich glaube, jeder Mensch hat etwas von einem Wegbereiter. Alle brauchen wir Wegbereiter, um den Weg ins Leben zu finden. Was macht einen guten Wegbereiter aus? Mir fallen dazu viele Beispiele ein. Ich denke an einen mir gut bekannten Schuhmachermeister, der inzwischen in Pension ist. Er hat 43 Jahre lang in Wien Schusterlehrlinge ausgebildet. Wie vielen von ihnen hat er geholfen, den Weg ins Leben zu finden! Streng und zugleich ermutigend, anspruchsvoll, aber auch geduldig als Lehrer und Meister, haben sie bei ihm nicht nur das Handwerk gelernt. Er hat ihnen auch Haltungen und Lebenseinstellung mitgegeben, ohne viele Worte, einfach durch sein Beispiel. Er war für viele von ihnen ein Wegbereiter, und viele von ihnen sind dadurch selber für andere zu Wegbereitern geworden, im Beruf und im Leben anderer.

 

Was also macht einen guten Wegbereiter aus? Denken wir selber darüber nach: Wer sind die Menschen, die mir in meinem Leben geholfen haben, meinen Weg zu finden? Was haben sie mir mitgegeben? Was hat mich an ihnen beeindruckt? Eines ist sicher: Wer nur für sich lebt, wird wenig Interesse daran haben, Zeit und Geduld für andere aufzuwenden. Hauptsache, mir geht es gut! Mit dieser Haltung wird man kaum die Freude erleben, die das Wegbereiten für andere einem selber schenkt. Unsere Zeit ist ernsthaft bedroht von den Folgen einer Lebenseinstellung, die nicht an die kommenden Generationen denkt. „Nach mir die Sintflut!“ — das bereitet den anderen keine guten Lebenswege.

 

Johannes der Täufer hat viele Menschen angezogen. Was hat sie bewogen, den weiten Weg zum Jordan zu gehen, Johannes ihre Sünden zu bekennen und sich von ihm taufen zu lassen? Sicher zuerst seine persönliche Glaubwürdigkeit. Seine Worte haben ihre Herzen berührt. Da war noch etwas Entscheidendes: Er hat die Menschen nicht an sich gebunden. Er hat sie auf Jesus verwiesen. „Ich muss abnehmen, er muss wachsen“, sagte er im Blick auf Jesus. Das ist die Haltung jedes guten Wegbereiters. Ein guter Lehrer oder Meister hat am meisten Freude am Wachsen und Reifen seiner Schüler. Das ist vor allem die unersetzbare Rolle der Eltern. Sie sind die ersten Wegbereiter für ihre Kinder.

 

Nicht alle, die Einfluss haben auf unser Leben, führen auf gute Wege. Es gibt Verführer, Irreführer. Keiner von uns ist sicher, nie ein schlechtes Beispiel zu geben. Johannes der Täufer hat harte Worte über die, die keine gute Frucht bringen: „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“. „Kehrt um!“ ist der Ruf des Johannes. Er gilt uns allen, zu allen Zeiten. Wohin umkehren? In Jesus hat Johannes den gesehen und gezeigt, der der sicherste Wegbegleiter ist. Ich glaube, Gott selber ist der eigentliche Wegbereiter. Irgendwie findet er den Weg zu jedem Menschen.

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