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Johannes 9,1.6-9.13-17.34-38 - Wie geht Christsein?

Fedanken zum evangelium von Kardinal Christoph Schönborn am 15. März 2026

15.03.2026
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn
© Von El Greco - Web Gallery of Art:   Abbild  Info about artwork, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3677585
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn
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Christsein bedeutet, sich und sein ganzes Leben an Christus zu orientieren, Jesus als Vorbild und Leitbild zu nehmen. Konkret heißt das, seine Lehre und sein Leben als persönlichen Maßstab zu wählen. Wie das im Einzelnen „funktioniert“, sieht ganz unterschiedlich aus. Dafür gibt es kein „Standardmodell“. Und doch haben viele Menschen ein feines Gespür dafür, ob die „Nachfolge“ Christi echt und glaubwürdig gelebt wird, ob ein Verhalten als christlich bezeichnet werden kann oder nicht.

 

Das klingt alles ziemlich moralisierend, vor allem wenn wir selber anfangen, anderen Noten in gutem oder schlechtem Christsein zu geben (und uns selber davon ausnehmen). Es könnte ja auch umgekehrt sein, dass nämlich die Initiative gar nicht von uns ausgeht, sondern von Jesus. Die Ersten, die ihm am Anfang nachgefolgt sind, haben sich ihn nicht ausgesucht, sondern sind von ihm angesprochen und eingeladen worden. Mit mehr oder weniger Ausdauer haben sie sich auf Jesus eingelassen. Daraus wurde jene Bewegung, die heute als Christentum bezeichnet wird.

 

Der Blindgeborene, von dem heute das Evangelium berichtet, hat Jesus nicht gekannt. Er scheint auch keinerlei Wunsch geäußert zu haben, sehen zu können. Er wusste, dass er damit leben und zurechtkommen musste, blind zu sein. Er lebte seit langem als Bettler. Die Initiative geht allein von Jesus aus. Er sieht diesen Mann und handelt an ihm, ohne ihn um seine Zustimmung zu fragen. Der Blinde tut, was Jesus ihm sagt, wäscht sein Gesicht im Teich Schilóach. „Als er zurückkam, konnte er sehen.“ Die Nachricht darüber macht schnell die Runde. Seine Nachbarn reden davon. Immer wieder erzählt er, was „der Mann, der Jesus heißt“, mit ihm gemacht hat. Jesus selber ist in der Menge verschwunden. Nie hat er sich selber in den Mittelpunkt gestellt.

 

Man bringt den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern, der damaligen „Religionsbehörde“, die ihn einem Verhör unterzieht. Und nun das Erstaunliche, das sich seither zahllose Male ähnlich zugetragen hat: Je mehr der Blindgewesene von dem Mann Jesus erzählt, desto deutlicher wird ihm, wer Jesus ist. Die Autoritäten befragen ihn: „Was sagst du selber über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet.“ Der Mann antwortet: „Er ist ein Prophet.“

 

Im Langtext des Evangeliums werden seine Eltern befragt und schließlich er selber noch einmal. Immer mehr dreht sich alles um die Frage, wer dieser Jesus ist. Das Argument des Blindgeborenen wird klarer und entschiedener: „Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.“ Die Religionsbehörde reagiert darauf mit seinem Hinauswurf. Sie erklären ihn zum Ketzer. Wie oft ist es im Lauf der Kirchengeschichte, wieder und wieder, geschehen. Er aber war in Wirklichkeit zum echten, gläubigen Christen geworden.

 

Durch alle Jahrhunderte ist der Ruf nach einer Reform der Kirche zu hören. Tatsächlich hat es in allen Epochen echte Reformen gegeben. Ohne sie gäbe es längst kein Christentum mehr. Zu viele menschliche Schwächen hat es zu allen Zeiten in ihm gegeben. Alle Reformen haben sich immer neu am Evangelium orientiert. Das heutige Evangelium zeigt, wer da der eigentliche Motor, der wahre Reformator ist: Jesus selber klopft an die Tür, bittet um Einlass, erinnert an sein Wort und sein Leben. Wie also geht Christsein? Einfach so: Ihm die Türe öffnen!

 

Johannes 9,1.6-9.13-17.34-38

 

In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schilóach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

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