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Mt 21,1-11 - Anders als mit Waffen

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn zum Palmsonntag, dem 29.3.2026.

29.03.2026
© https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Entry_of_Christ_into_Jerusalem_by_the_Master_of_San_Baudelio_de_Berlanga.jpg
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Heute ist Palmsonntag. Auf der ganzen Welt erinnern sich Christen an den Einzug Jesu in Jerusalem. Jesus hat ihn bewusst „inszeniert“. Er sah darin eine Botschaft für damals, die heute nicht weniger aktuell ist, vielleicht gerade heute, da überall die Macht und die Gewalt der Waffen eingesetzt wird, ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Machtdemonstration war sein Ankommen in Jerusalem sicher nicht, es sei denn, dass das Verhalten Jesu von einer anderen Macht spricht, die nicht die der Waffen ist.

 

Jesus lässt sich eine Eselin und ihr Fohlen bringen. Auf diesem Reittier wird Jesus in Jerusalem einziehen. Was ist die Botschaft, die er damit verbindet? Er findet sie im Wort des Propheten: „Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, sanftmütig, er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.“ Jesus sagt damit unmissverständlich, dass er als der erwartete und erhoffte Messias-König in seine Stadt Jerusalem kommt. Die Leute verstehen die Geste Jesu und begrüßen ihn stürmisch: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.“

Bisher hat Jesus alles vermieden, was ihn lautstark als den Messias hinstellen konnte. Zu gut wusste er, was die Menschen sich vom Messias erwarten: den starken Mann, der endlich alles in Ordnung bringen wird! Jesu Einzug in Jerusalem spricht eine andere Sprache. Es ist, als wollte er damit sagen: So kommt Gott zu euch! Friedfertig, sanftmütig!

 

Kein Wunder, dass uns oft die Frage plagt: Warum lässt Gott so viel Leid und Streit zu? Warum greift er nicht machtvoll ein? Manchmal können solche Fragen zu einer echten Glaubenskrise werden. Schon damals wurden sie es für seine engsten Freunde und Anhänger: Wenn er König ist, warum ergreift er nicht die Macht, um Ordnung, Frieden und Gerechtigkeit zu schaffen? Ist er zu sanft, zu schwach? Hat er mehr versprochen, als er halten kann? Dann wäre er noch ohnmächtiger als die Mächtigen dieser Welt.

 

Ich gestehe, dass mich diese Frage oft bedrängt. Im Nachdenken darüber und im Beten haben mir immer wieder ganz einfache Gedanken geholfen. Zum Beispiel: Hast du die Luft geschaffen, die wir alle atmen und ohne die es kein Leben gäbe? Oder: Hast du deinen Leib selber gemacht? Nicht eine einzige der Milliarden Zellen deines Körpers könntest du bauen! Kannst du die Milliarden Galaxien des Universums ergründen? Mit diesen und ähnlichen Gedanken habe ich mir wieder deutlicher bewusst gemacht, dass ich ein Geschöpf Gottes bin, nicht mein eigener Baumeister. Vor allem aber habe ich über das wohl größte Geheimnis der Schöpfung nachgedacht: die Gabe der Freiheit! Wenn Gott alles geschaffen hat, dann ist es erstaunlich, dass er freie Geschöpfe geschaffen hat. Mir ist klar: Unsere Freiheit ist nicht grenzenlos. Aber ebenso klar ist mir, dass wir genügend Freiheit haben, um einander zu achten, zu helfen und zu lieben.

 

Jesus ist in Jerusalem friedfertig und sanftmütig eingezogen. Nie war es seine Absicht, die Menschen zu überwältigen. Seine Wunder waren Zeichen seiner Menschenliebe. Nie haben sie jemanden zum Glauben gezwungen. Bei seinem Prozess hat er sich nicht verteidigt, gegen seine Kreuzigung hat er sich nicht gewehrt. Seine Macht hat Jesus erst gezeigt durch seinen Sieg über den Tod, über den niemand von uns Macht hat.

 

Matthäus 21,1-11

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Bétfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

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