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Joh 20,1-9 - Ahnungen von Auferstehung

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn am Ostersonntag, den 5. April 2026,

05.04.2026
© Von Piero della Francesca - https://www.artchive.com/artchive/P/piero/resurrex.jpg.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=787644
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Um es ehrlich zu sagen: Wir haben keine Vorstellung von der Auferstehung. Wie soll das aussehen: die leibliche Auferstehung? Werden wir wirklich einen unsterblichen Leib haben? Und das für ewig! Wir können uns sowieso Ewigkeit nicht vorstellen, weil wir immer an Raum und Zeit gebunden sind. Der christliche Glaube an die Auferstehung ist aber so etwas wie der Schlussstein eines Gewölbes. Nimmt man ihn heraus, bricht alles zusammen. Der Apostel Paulus ist hierüber ganz klar: „Ist Christus nicht aufgeweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.“

 

Wir haben keine Vorstellung von dem, was „Auferstehung des Fleisches“ bedeutet, wie es wörtlich im Credo, im Glaubensbekenntnis heißt. Dafür haben wir aber das Zeugnis von Menschen, die eine direkte Erfahrung mit der leiblichen Auferstehung gemacht haben: die Berichte der Evangelien von den Begegnungen mit Jesus nach seiner Auferstehung. Es waren zuerst Frauen: Maria von Magdala und andere Frauen, die mit Jesus aus Galiläa nach Jerusalem gekommen waren. Jesus ist auch den Aposteln erschienen, dann anderen Jüngern, schließlich dem Paulus, dessen Leben von Grund auf verwandelt war, seit er, wie er selber sagt, „den Herrn gesehen“ hat.

 

Eines können wir mit Sicherheit annehmen: Alle diese Zeugen sind nicht Opfer einer Täuschung geworden. Sie haben auch nicht gemeinsam gelogen, um die Enttäuschung zu verbergen, die der Tod Jesu für sie alle bedeutet hat. Alle Berichte über die Begegnungen mit Jesus nach seiner Auferstehung stimmen darin überein, dass ihnen wirklich Jesus erschienen ist. Es war freilich ganz anders als zu seinen Lebzeiten. Jesus war da, real, greifbar, er selber, und doch war er nicht mehr von dieser Welt. Sie konnten ihn berühren, aber nicht festhalten. Er kam und ging durch verschlossene Türen, ohne an Raum und Zeit gebunden zu sein. Es war für die Zeugen nicht einfach, zu beschreiben, was sie erlebt haben. Nur eines war ihnen gewiss: Jesus lebt! Und: Er wird nie mehr sterben!

 

Von dieser Gewissheit lebt der christliche Glaube bis heute. Die ersten Zeugen glauben das, wie der Apostel Johannes sagt, „was wir mit unseren Augen gesehen … und was unsere Hände angefasst haben“. Gibt es für uns, die wir heute leben und Jesus nicht als Auferstandenen gesehen haben, wenigstens Ahnungen von dem, was Auferstehung wirklich bedeutet? Ahnungen ersetzen nicht den Glauben. Sie können ihn anschaulicher machen. Eine solche Ahnung ist für mich der unbeschreibliche Jubel des „et resurrexit“ (er ist auferstanden) im Credo von Anton Bruckners f-Moll-Messe. Ahnung von Auferstehung kann das Erleben des Frühlings sein, „denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht den Frühling die Erde für Ostern bereiten“ (Hymnus in der Fastenzeit). Ahnbar wird Auferstehung, wenn nach schwerer Krankheit spürbar die Gesundheit wieder in den Körper einzieht; oder wenn nach dem Verwüsten eines Krieges der Friede die Wunden zu heilen beginnt. Wie viele sehnen sich danach!

 

Alle diese Ahnungen, die ohne Zahl sind, haben eines mit der Auferstehung Jesu gemeinsam: Sie kommen nicht ohne das Kreuz. Ohne Karfreitag kein Ostersonntag. Um aufzuerstehen, musste Jesus sterben. Die Botschaft von Ostern überspringt nicht die Unsummen an Leid in der Welt. Sie täuscht auch nicht über die letzte Wirklichkeit allen Lebens in dieser Welt hinweg: den sicheren Tod. Auf Erden ist das der Kreislauf des Lebens. Hier auf Erden hat der Tod das letzte Wort. Die Auferstehung Jesu bedeutet: „Der Tod hat keinen Stachel mehr!“ Deshalb sind alle die Ahnungen von Auferstehung keine Täuschungen! Frohe, gesegnete Ostern!

 

Johannes 20,1-9

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Mágdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.

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