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Joh 21,1-14 - Eine andere Sicht der Dinge

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn am 19. April 2026, Joh 21,1-14

19.04.2026
© Von Raffael - Victoria and Albert Museum, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1718074
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Wir leben in einer Welt der vielfältigen Meinungen. Dieselbe Sache wird von einem so, vom anderen anders gesehen. Das führt oft zu Streit und Konflikten. Die derzeitigen gewaltsamen, kriegerischen Auseinandersetzungen zeigen es schmerzlich. Je mehr man sich mit den Hintergründen all dieser Spannungen beschäftigt, desto schwieriger wird es, eindeutig zu sagen, auf welcher Seite die Wahrheit, auf welcher der Irrtum liegt.

 

Die Osterzeit kann uns helfen, eine andere Sicht der Dinge zu gewinnen. Sie erspart uns nicht die Komplexität, aber sie wirft ein anderes Licht auf die Niederungen unseres Alltags. Vom Alltag geht das heutige Evangelium aus. „Das Leben geht weiter“, sagen wir nach einer Beerdigung, selbst nach einer freudigen Hochzeit. So war es auch nach den einzigartigen Erfahrungen mit dem auferstandenen Jesus. Für die Apostel und alle Anhänger Jesu musste das Leben weitergehen. „Ich gehe fischen“, sagt Petrus. Er und seine Freunde mussten für ihren Lebensunterhalt sorgen. Also zurück in den früheren Beruf! War alles wie vorher, ehe sie zu Jesus kamen? Haben die drei Jahre, die sie mit Jesus unterwegs waren, bleibende Spuren hinterlassen?

 

Die erste Nacht im alten Beruf war ein völliger Misserfolg: Nichts, gar nichts haben sie gefangen. Der Unbekannte, der frühmorgens am Ufer des Sees steht und sie fragt, ob sie Fische haben, gibt einen unvernünftigen Rat: Werft das Netz noch einmal aus! Was sie jetzt erleben, erinnert sie an eine ähnliche Erfahrung am Anfang ihrer Zeit mit Jesus: einen wunderbaren Fischfang! Johannes erfasst als Erster: „Es ist der Herr!“ Plötzlich ist in ihrem Alltag wieder das ganz Andere gegenwärtig, das sie zu Jüngern Jesu gemacht hat: eines der vielen Wunder, die sie mit Jesus erlebt haben. Noch ein Zeichen erinnert sie an Jesus: das „Frühstück“, das er für sie bereitet hat: „Kommt her und esst!“ Er selber gibt ihnen Brot und Fisch: Er ist ihr Gastgeber! Sie erleben ihn wie früher, doch dann ist er nicht mehr sichtbar bei ihnen. Wie geht es weiter?

 

Haben die Jünger Jesu durch diese Erfahrungen mit ihm eine andere Sicht der Dinge gewonnen? Hat ihnen ihr Glaube geholfen, mit der Komplexität des täglichen Lebens besser umzugehen? Die 2000-jährige Geschichte des Christentums gibt darauf keine eindeutige Antwort. Man kann sie als „Kriminalgeschichte“ lesen, wie man es schon versucht hat. Man kann auch die vielen Bände der Akten über das Leben der Heiligen hernehmen. Letztlich geht es um die Frage, ob die Gestalt Jesu, sein Leben, seine Worte, seine Wunder den Menschen helfen, eine neue Sicht der Dinge zu gewinnen. Damit sind wir wieder ganz nüchtern auf unseren Alltag verwiesen. Das Licht der Auferstehung Jesu ist vor allem das Licht der Hoffnung, dass alles, alles gut wird.

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