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Die Freude der Krippe

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zur Heiligen Nacht, 24. Dezember 2013.

23.12.2013
© Kardinal Christoph Schönborn / kathbild.at/rupprecht

Vor einigen Jahren beobachtete ich zwei Arbeiter in einem Gästehaus in Rom. Sie gruben keinen Graben, reparierten nicht irgendwelche Rohre. Sie bauten eine Krippe. Mit großem Ernst, ja mit Leidenschaft waren sie daran, ein kleines künstliches Lagerfeuer einzurichten und einen Brunnen zu installieren, in dem echtes Wasser rann. Krippenbauen ist in Italien eine nationale Leidenschaft. Überall stehen sie, auf Bahnhöfen und in Shoppingcenter, liebevoll gestaltet, reich an köstlichen Szenen rund um das Kind im Futtertrog. Auch bei uns ist das Krippenbauen ein Hobby geworden. Eigene Vereine pflegen dieses Brauchtum, die Krippenbauer wetteifern mit Ideen, die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem darzustellen.

 

Woher diese Begeisterung für die Krippe? Alles begann mit Franziskus, dem Heiligen von Assisi. 1223 ließ er zum ersten Mal das Weihnachtsevangelium als "lebende Krippe" darstellen. Ochs und Esel, die Hirten und das Kind in der Krippe. Von da aus hat die Krippe ihren Siegeszug um die Welt begonnen. Was aber wollte Franz von Assisi damit? Eben das, was auch heute noch, so hoffe ich, Krippenbauer bewegt: Die Freude, dass Gott uns so nahe gekommen ist. Wenn dieses kleine Kind der große Gott ist, der sich für uns arm und klein gemacht hat, dann ist natürlich alles an diesem Ereignis wichtig. Und es ist sinnvoll, die Geburt des Sohnes Gottes nicht nur zu verkünden, sondern auch darzustellen. Franziskus wollte nicht einfach eine vergangene Geschichte nachspielen. Wir sollten sozusagen Mitspieler in diesem Geschehen werden. Jesus will ja auch heute "geboren" werden, in unseren Herzen, unserem Leben. Wir selber sollen die Krippe werden, in der Gott Herberge findet. Uns ist die Freude zugedacht, die der Engel den Hirten verkündet. Denn uns "ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr".

 

Franziskus gestaltete eine "lebende Krippe", weil das Ereignis von Bethlehem mitten im Leben seinen Platz hat. Gott ist Mensch geworden, um unter uns Menschen zu sein. Deshalb lieben es die Krippenbauer, rund um die Geburt Jesu alle möglichen Szenen aus dem Alltagsleben darzustellen. Viele unserer Krippen scheuen sich nicht, das Geschehen von Bethlehem in einen typisch österreichischen Stall zu verlegen. Christus ist ja mitten in unser Leben gekommen, in unser Land. Auch wenn Weihnachten heute von viel Geschäftlichem überlagert ist, eines bleibt unbestreitbar: Der Weihnachtsgottesdienst ist der am meisten besuchte des ganzen Jahres.

 

All das, die Krippenbauer, die lebende Krippe des Franz von Assisi, haben eine gemeinsame Voraussetzung: Das, was in Bethlehem wirklich geschah. Es ist kein Märchen. Es ist die nüchterne Tatsache, dass Gott sich klein machte, in unsere Geschichte eintrat. Zu Weihnachten feiern wir kein leeres Ritual, sondern lebendige Wirklichkeit. Das ist der wahre Grund der Weihnachtsfreude. Ich sah sie auf den Gesichtern der beiden Krippenbauer leuchten.

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