Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Von einem, der Wegweiser war

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum
2. Adventsonntag, den 9.12.2001 (Mt 3, 1-12)

 

09.12.2001
© Rupprecht@kathbild.at

Streng war dieser Johannes, den die Leute den “Täufer” nannten. Hart, unerbittlich war sein Bußruf. Und trotzdem kamen die Menschen in Scharen von weither. Johannes war einer, der den Leuten nicht nach dem Mund redete, vielleicht zog es gerade deshalb so viele zu ihm hin.

 

Ich selbst habe noch Padre Pio (+1968) erlebt, den Kapuziner aus Süditalien, der jetzt bald heiliggesprochen wird. Auch er hat hart zugepackt, den Zahllosen, die zu ihm kamen, ins Gewissen geredet. Was zog an ihm so an? Noch heute kommen jährlich 7 Millionen Menschen an sein Grab. Weil er glaubwürdig war! Weil alles an ihm echt war. Und weil seine Strenge nicht finsterer Fanatismus, sondern tiefe Herzensgüte war. Und so warteten die Menschen in endlosen Schlangen an seinem Beichtstuhl, um bei ihm ihre Last abzuladen, um befreit und getröstet wieder wegzugehen,

 

Ähnlich muss es bei Johannes gewesen sein. Sein Ruf zur Buße hat die Herzen getroffen. Ihm hat man es abgenommen, dass es ernst ist, dass es Zeit ist zum Umdenken und Umkehren und dass es höchste Zeit ist, sein Leben zu ändern. Und so lösten sich in seiner Gegenwart die Zungen, die Menschen trauten sich, auszusprechen, was in ihrem Leben verkehrt war, zu bekennen, dass sie sich schuldig gemacht haben und dass es sie reut. Und damit diese Reinigung des Herzens und des Gewissens auch sichtbar wurde, hat Johannes sie im Jordanwasser untergetaucht.

 

Als aber die Oberschicht, die Frommen und die Mächtigen, auch  begannen, zu ihm zu kommen - die Pharisäer und die Sadduzäer - legt Johannes noch einmal kräftig zu: “Ihr Schlangenbrut!”, nennt er sie. Auch das erinnert mich an Padre Pio. Gegenüber den “Großen”, den Angesehenen, war er besonders streng, ob Priester, Bischöfe oder weltliche Berühmtheiten. Mit ihnen konnte er unerbittlich sein, nicht aus Herzenshärte, sondern weil sie besonders in Gefahr sind, sich in Sicherheit zu wiegen, sich selber zu überschätzen, zu glauben, dass vor allem die anderen sich ändern müssen.

 

Gerade ihnen macht Johannes der Täufer klar: Vor Gott könnt ihr euch auf keine Privilegien berufen, auf keine Ämter und Würden. “Zeigt Früchte der Umkehr!” Auch ihr, und gerade ihr, müsst euer Leben an den “guten Früchten” messen lassen.

 

“Bereitet dem Herrn den Weg”: Johannes ist “Vorläufer” Jesu, Wegbereiter. Deshalb ist sein besonderer Platz im Advent, der die Ankunft Christi vorbereitet. Nicht sich selber stellt der Täufer in die Mitte, er verweist auf den, “der nach mir kommt”. Auch das macht ihn so glaubwürdig und anziehend. Er will nicht Menschen an sich binden, sondern sie zu Christus hin öffnen. Wenn ihm das gelingt, ist er glücklich, denn dafür lebt er ganz und gar.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen