Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Eine unvergessliche Stunde

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 24.2.2002
2. Fastensonntag, (Mt 4,12-23)

24.02.2002
© Rupprecht@kathbild.at

Was damals auf einem hohen Berg geschah, gehört zu den unvergesslichen Erinnerungen der drei Zeugen, die Jesus alleine mit sich genommen hat. Was sie da erlebten, ließ sich schwer in Worte fassen. Sie versuchten es : Vor ihren Augen verwandelt sich das Gesicht Jesu, es wird "leuchtend wie die Sonne", seine Kleider strahlen blendend "weiß wie das Licht". Sie sehen zwei Gestalten, die mit Jesus reden und identifizieren sie als Moses und Elias. Und eine Wolke, die sie umfängt, und eine Stimme, die Jesus den "geliebten Sohn" nennt. Und dann ist plötzlich alles vorbei und sie sehen nur mehr Jesus allein, wie zuvor.

 

Und doch nicht mehr wie zuvor. Dieses einzigartige Ereignis geht ihnen nicht mehr aus dem Sinn, als sie mit Jesus wieder vom Berg heruntersteigen. Was war geschehen? Was bedeutete es?

 

Es gibt Erfahrungen, die man einmal macht und nie mehr vergisst. Ich könnte gleich eine ganze Serie aufzählen, Erlebnisse vergleichbarer Art, die Menschen mir im Lauf der Jahre anvertraut haben, über die sie so scheu und zögernd erzählen wie die drei Apostel vom dem, was sie auf dem Berg gesehen und gehört haben. "Gotteserfahrungen" kann man sagen, "mystische Erlebnisse", "Gnadenstunden" - die Worte versagen.

 

Es gibt sie, und wahrscheinlich haben viel mehr Menschen solche einzigartigen Augenblicke erlebt als wir im Wirbel und Gedränge unseres Alltags annehmen. Was war es also, was die drei am Berg erfuhren? Zuerst dies, dass ihnen Jesus "aufgeleuchtet" ist. Für einen kurzen Moment hat seine göttliche Herrlichkeit durch sein menschliches Äußeres durchgestrahlt, und dieser Anblick muss etwas unvorstellbar Herrliches gewesen sein.

 

Doch dann gehört zu diesem so beglückenden Augenblick, dass er nicht bleibt. Es kommt wieder, der Alltag, sie müssen vom Berg der Verklärung heruntersteigen, in die Mühen des Alltags, und der Weg wird zum Golgotha führen, zum Kreuz, Leid und Tod Jesu in Jerusalem.

 

Und da kommt noch etwas Beschämendes dazu: als es dann eng und bedrängt wurde, da haben die drei vergessen, was sie erlebt hatten. Dieselben drei waren dabei, als Jesus Todesangst litt, Blutschweiß und Not vor dem Tod, und da schliefen sie, und liefen davon aus Angst.

 

Auch wir, die vielleicht "Gnadenstunden", "Gotteserfahrungen" gemacht haben, wir sind deswegen noch nicht gegen solches Vergessen gefeit. Und doch: ganz vergessen kann man nicht, wenn man einmal so deutlich Gottes Nähe erlebt hat. Weil Gott selber nahe bleibt und uns erinnert.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen