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Anderer Advent

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum 1. Adventsonntag 30. November 2003, (Lk 21,25-28.34-36)

30.11.2003
© Erwin Wodicka

Erster Adventsonntag! Die erste Kerze am Adventkranz brennt. Die Adventmärkte, das Weihnachtsgeschäft haben freilich längst schon begonnen. Sie warten nicht mehr geduldig auf "den lieben Advent". Längst schon steht der große Christbaum vor dem Wiener Rathaus. Und an vielen Orten hängt schon seit Wochen Weihnachtsbeleuchtung. Und auch die Punschstände haben nicht den ersten Adventsonntag abgewartet. Warum sollten sie auch? Sie haben ja auch nicht wirklich mit dem Advent zu tun.

 

Warum überhaupt warten in unserer so ungeduldigen Zeit? Alles soll immer sofort da sein, gleich zur Verfügung stehen. Können wir noch die rechte Zeit abwarten? Alle Früchte, Obst, Gemüse sollen zu allen Jahreszeiten gleichermaßen zur Verfügung stehen. Dabei geht die Freude des Erwartens verloren.

 

Der Advent aber hat mit Erwartung zu tun. Advent heißt Ankunft. Auf ein Kommen bereitet er vor. Genauer auf einen, der kommen wird. Nicht auf den Weihnachtsmann, diese seltsame Mischung aus "Santa Claus", dem heiligen Nikolaus, und dem "Väterchen Frost", den man erfunden hat um das Christkind zu verdrängen.

 

Auf das Kommen des Christkindes bereitet der Advent vor. Auf die stille heilige Nacht seiner Geburt im armen Stall bei Bethlehem richtet sich die Erwartung der kommenden Tage und Wochen, und das macht den Advent zu einer so schönen Zeit. Viele erleben die adventliche Freude, wenn sie frühmorgens in unseren Kirchen an einer "Roratemesse" teilnehmen.

 

Da zeigt sich dann freilich eine ganz andere Seite des Advents. Das heutige Evangelium spricht sie an. Es geht nicht nur um die Erinnerung an die Geburt Jesu, die überall mit den Krippen dargestellt wird. Es ist auch die Zeit des bewussten Ausblicks auf das zweite Kommen Christi " mit großer Macht und Herrlichkeit".

 

Jesus hat verheißen, er werde wiederkommen, und das werde das Ende der Zeit und der Welt sein. Dann werden wir alle über unser Leben Rechenschaft geben müssen. Davor aber werde es erschreckende Zeichen geben. Jesus nennt Kriege, Hungersnöte, Verfolgungen. All das hat es im letzten Jahrhundert reichlich gegeben. Heute spricht er von erschreckenden Naturphänomenen auf der Erde und in den Gestirnen. Vor kurzem las ich in dieser Zeitung über die gewaltigen Ausbrüche, die sich zurzeit auf der Sonne abspielen, von der unser Leben auf Erden so völlig abhängt.

 

Wie verhalten wir uns gegenüber solchen Nachrichten, die uns fast täglich über die Medien erreichen? Manche, so sagt Jesus "werden vor Angst vergehen". Panik und Schrecken lähmen. Sie machen "bestürzt und ratlos". Aber solche Momente können auch zum Segen werden. Wenn das eigene Leben in seinen Fundamenten erschüttert wird, wenn alles ins Wanken gerät, Beziehungen scheitern, wenn einem die eigene Welt zerbricht, dann kann etwas ganz Neues geschehen. Dann kann einem das Wort Jesu zu Erfahrung werden: "Richtet euch auf, und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe". Vielleicht musste ich durch diese Erschütterungen gehen, damit ich wach werde und erkenne, dass Gott in mein Leben kommt. "Wenn nichts passiert, passiert nichts". Wenn meine Welt erschüttert wird, kann sich mir Gottes Welt öffnen. Dann geschieht Advent. Nicht ohne Schmerzen. Aber mit umso größerer Freude.

 

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