Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Begegnung am Ostermorgen

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum Ostersonntag, 11. April 2004, (Joh 20,1-9)

11.04.2004
© kathbild.at/Rupprecht

Kein Mensch war Zeuge von dem, was in dieser Nacht geschah. Die Auferstehung, das wichtigste Ereignis in der langen Menschheitsgeschichte, ereignete sich, ohne dass es jemand sehen, beschreiben, festhalten konnte. Jesus war tot, am Kreuz qualvoll gestorben. Sie hatten ihn bestattet, in einem neuen Felsengrab nahe beim Richtplatz, dem Golgotha, beigesetzt. Sie hatten die Grabhöhle mit einem schweren Stein verschlossen, den sie vor den Grabeingang gerollt hatten, damit niemand den Leichnam schänden oder stehlen könnte.

 

Zwei aufrichtige Männer hatten sich um den Leichnam Jesu gekümmert, ihn vom Kreuz abgenommen und ehrfürchtig bestattet. Es ist wahrhaft nicht rühmlich, dass keiner der Apostel, der engsten Mitarbeiter Jesu, diesen Dienst getan hat. Hätten sie Jesus einfach am Kreuz hängen lassen? Dann wäre er in ein Massengrab geworfen worden.

 

Waren sie so verschreckt, so in ihrem Kummer und ihrer Enttäuschung versunken, dass sie Jesus im wörtlichen Sinne „hängen ließen“? Was Wunder, dass die „Amtskirche“ sich immer wieder ähnlich unrühmlich benimmt. Die Apostel werden ihr Versagen später einsehen, es bereuen und so ehrlich sein, es im Evangelium nicht zu verschweigen. Für diese Aufrichtigkeit dürfen wir ihnen dankbar sein. Sie ist bis heute für die „Amtsträger“ der Kirche ein Vorbild.

 

Nicht zu schämen braucht sich die Kirche der Maria von Magdala. Diese große Sünderin, die durch Jesus zur wahren Liebe gefunden hat, zeigt ein ganz anderes Verhalten. Vor Tagesanbruch schon geht sie zum Grab. Sie hat keine Angst, kein Selbstmitleid, nur die tiefe Trauer im Herzen, dass ihr geliebter Meister tot ist. Sie ist ja auch beim Kreuz geblieben, hat Jesus in seiner Todesqual nicht allein gelassen, als die Apostel sich alle aus Furcht versteckt hielten außer Johannes, der auch bis zum Schluss beim Kreuz ausharrte.

 

Als Maria zum Grab kommt, findet sie es offen und leer. Der Schock ist groß. Sie meldet es den Aposteln, die geeilt kommen. Johannes, der Jüngere, läuft schneller, Petrus schwerfälliger kommt hinterher, geht aber als Erster in die Grabkammer hinein.

 

Man hat immer wieder diese beiden auch symbolisch gedeutet. Petrus ist die „Amtskirche“, Johannes die „Liebeskirche“. Die Liebe ist schneller, unbeschwerter als das Amt, das sich um vieles kümmern muss. Aber die Liebe achtet das Amt und lässt ihm den Vortritt. Zwischen beiden soll keine Rivalität herrschen, die Kirche braucht beides, den Eifer der Liebe und die Ordnung des Amtes.

 

Beide Apostel sehen im Grab die Leinenbinden liegen und erkennen an der Art, wie sie daliegen, dass der Leichnam Jesu nicht gestohlen worden sein kann. Wo ist er geblieben? Mit dieser offenen Frage gehen sie nach Hause zurück.

 

Wieder ist Maria von Magdala anders. Sie bleibt. Sie kann doch nicht weggehen, ehe „ihr Jesus“ nicht aufgefunden ist. Ihre Treue, ihre Tränen sind nicht vergebens. Es kommt zur ergreifenden Begegnung mit Jesus, dem Auferstandenen. Er spricht sie mit ihrem Namen an, und da erkennt sie ihn. Als Erste von allen darf sie ihn sehen, den der Tod nicht festhalten konnte.

 

Seit dieser Morgenstunde des Ostertages ist Jesus unzähligen Menschen begegnet. Sie haben ihn nicht unbedingt mit eigenen Augen gesehen. Aber sie können bestätigen: Er lebt. Er hat mich angesprochen. Ich bin Ihm begegnet.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen