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Das Leitbild Jesu

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum 4. Sonntag im Jahreskreis, 30. Jänner 2005, (Mt 5,1-12a)

30.01.2005
© Franz Josef Rupprecht

Leitbilder sind „in“. Jede Firma, jedes Unternehmen, jede Schule versucht heute, ihre Vision, ihre Ziele und Aufgaben, ihre Wege und Mittel in einem eigenen „Leitbild“ zu formulieren. Auch in der Erzdiözese Wien haben wir ein solches Leitbild erarbeitet. Ist das nur ein Modetrend? Ich sehe es positiv. Es tut jeder Gemeinschaft gut, sich über Ziele und Aufgaben, über Werte und Wünsche klar zu werden. Das Leitbild soll die Gemeinsamkeit stärken und Kurskorrekturen, wenn notwendig, ermöglichen.

 

Der Evangelist Matthäus stellt an den Anfang des Wirkens Jesu sozusagen die Veröffentlichung seines Leitbildes: die acht „Seligpreisungen“. Jesus wählt dafür einen besonderen Ort und einen besonderen Moment. Scharen von Menschen sind von weither gekommen, um den Rabbi aus Nazareth zu sehen und zu hören, vor allem aber um von Krankheiten und Besessenheit geheilt zu werden.

 

Jesus aber will den vielen Menschen nicht nur Wunder schenken, sondern ihnen den Weg zu einem glücklichen, erfüllten Leben zeigen. Deshalb wählt er einen besonderen Ort. Er steigt auf eine Anhöhe, einen Berg nahe beim See Genesareth, den „Berg der Seligpreisungen“. Die vielen Menschen folgen ihm, Jesus setzt sich und beginnt zu sprechen. Er wendet sich vor allem an seine Jünger, die Apostel, die um ihn sind. Sie sollen sein „Leitbild“ als Erste kennen, leben und den anderen weitergeben. Sie erhalten von Jesus seine „Charta“, so wie einstmals Moses von Gott auf dem Berg Sinai die Charta der Zehn Gebote erhalten hatte.

 

Wieso aber ein neues Leitbild? Genügen denn die Zehn Gebote nicht mehr? Sind sie nicht die beste Grundregel für das menschliche Zusammenleben? Sind sie nicht in Herz und Gewissen jedes Menschen eingraviert? Schon ein Kind weiß, dass es nicht lügen soll. In allen Religionen und Kulturen wissen die Menschen, dass sie nicht töten, stehlen, die Ehe brechen sollen, dass Gott und die Eltern geehrt und geachtet werden müssen. Und überall ist allen klar, dass es ein gedeihliches und friedliches Zusammenleben der Menschen nur dort gibt, wo die Zehn Gebote als Leitbild eingehalten werden.

 

Jesus hat immer wieder daran erinnert, dass die Zehn Gebote Gottes gelten. Er hat sie nicht abgeschafft, sondern bekräftigt. Aber sie genügen ihm nicht. Sie sagen vor allem, was Menschen einander nicht antun sollen. Sie sind notwendige Grenzziehungen, um die Ordnung des Zusammenlebens zu sichern. Aber Jesus will mehr als das. Er zeigt einen Weg zu einem größeren Glück. Er will uns nicht nur „halbwegs glücklich“ sehen, sondern „glückselig“.

 

Der Weg dahin sieht aber gar nicht „lustig“ aus. Er ruft eher Unlust hervor. Wer will schon arm sein? Die Lotto-Werbung sieht den Armen nur als Unglücklichen. Wer will schon gerne trauern? Wer so am Unrecht leidet, dass er nach Gerechtigkeit geradezu hungert und dürstet, dem geht es doch offensichtlich nicht gut. Und wer gar „beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet“ wird, wo und wie soll so jemand „glückselig“ sein? Ist Jesu Charta wirklich dieses Mehr an Glück, das sie verheißt?

 

Drei Gründe überzeugen mich davon, dass es so ist. Erstens geht es um das ewige Glück. Was nützt das beste Wohlergehen auf Erden, wenn es, wie alles auf dieser Welt, einmal vergeht? Jesus verspricht den Armen, Trauernden, aber auch den Friedenstiftern und den Barmherzigen „das Himmelreich“. Das bedeutet zweitens, dass im „Leitbild“ Jesu nicht nur die Erfolgreichen Platz haben, sondern gerade die vom Leben Heimgesuchten, aber auch die, die nicht alles der Karriere opfern, sondern sich für Frieden und Gerechtigkeit verausgaben. Und das gibt drittens eine große Hoffnung auch für diese Welt. Die Menschen, die nach dem Leitbild der „Seligpreisungen“ Jesu leben, werden keine Kriege anzetteln, werden trösten und helfen, wo Not ist. Sie machen diese Welt sicher glücklicher.

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