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Die Saat geht auf

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 15. Sonntag im Jahreskreis 10. Juli 2005, (Mt 13,1-23)

10.07.2005
© www.BilderBox.com

Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Bei uns inzwischen ein völlig ungewohntes Bild. Zurzeit Jesu und auch noch in meiner Kinderzeit ein vertrauter Anblick. Auf dem guten alten Aluminium-Schilling war der Sämann zu sehen, der die Saat mit schwungvoller Geste aufs Feld sät, dem Gemälde von Egger-Lienz nachempfunden.

 

Heute besorgen computergesteuerte Sämaschinen auf den großflächigen kommassierten Feldern die Aussaat. Manche haben die genaue Bodenbeschaffenheit eingespeichert, damit das Saatgut optimal eingesetzt wird und so die Erträge maximal werden.

 

Ganz anders der Sämann, von dem Jesus spricht. Er streut die Saat eigenartig aus: Manches fällt auf den Weg, anderes auf felsigen Boden (so sind fast alle Äcker im Heiligen Land), wieder anderes gerät unter die Dornen. Nur ein Teil fällt auf wirklich guten Boden. Dort aber bringt er unwahrscheinlich viel Frucht, so viel wie es nie von den kargen Böden damals zu erwarten war, bis zum Hundertfachen des Saatguts. Der normale Ertrag war damals etwa das Vierfache.

 

Gleichnisse übertreiben. Sie greifen Situationen des täglichen Lebens auf, um etwas Tieferes deutlich zu machen. Vor allem: Sie fordern zur Entscheidung heraus. In unserem heutigen Gleichnis: Gott sagt dir sein Wort. Wie gehst du in deinem Leben damit um? Fällt es auf guten oder steinigen Boden? Fasst es Wurzeln oder verdorrt es? Wird es von Dornen erstickt, von Vögeln weggepickt?

 

Was ist Gottes Wort? Wieso vergleicht es Jesus mit dem Samen auf dem Acker? Gottes Wort ist zuerst das Wort der Bibel, besonders des Evangeliums. Es gelangt zu uns durch das Auge beim Lesen, durch das Ohr beim Hören. Es soll aber im Herzen „landen“. Sonst geht es, wie wir sagen, beim einen Ohr hinein, beim anderen heraus. Sonst wird es so flüchtig gelesen wie meist die Zeitung: kaum gelesen, schon vergessen.

 

Das Wort Gottes an mich: Das können auch Ereignisse in meinem Leben sein, die mich zum Nachdenken bringen. Durch sie will Gott mir etwas sagen. Nehme ich mir die Zeit, auf Ihn zu hören? Denn um Gottes Wort in meinem Leben aufzunehmen, brauche ich  bestimmte Voraussetzungen. Welche Vögel fressen den Samen, kaum gesät, wieder weg? Jesus sagt, es sei „der Böse“, der dem Menschen raubt, was Gott ihm an Gutem ins Herz gelegt hat.

 

Da gibt es die Unbeständigkeit. Schnell ist ein guter Vorsatz gefasst. Bei der ersten Schwierigkeit wird er wieder fallen gelassen. Das Wort Gottes konnte nicht Wurzel fassen. War es die Hektik des Alltags? Ist das Herz zu hart, um das eindringen zu lassen, was Gott mir sagen und schenken will?

 

Da sind die Dornen, die die Saat ersticken. Ist damit die Vergesslichkeit gemeint? Gott hat mir heute geholfen. Morgen schon denke ich nicht mehr daran. Meint Jesus die Sorgen des Alltags, die mich mutlos werden lassen?

 

Wie anders sieht alles aus, wenn Gottes Wort in meinem Leben guten Boden findet! Dann habe ich die Kraft, nicht nur selber zu leben, sondern vielen anderen Kraft zu geben. Dann ist mein Leben wie ein Acker, der voll in der Frucht steht.

 

Die Gleichnisse Jesu wollen provozieren. Sie sollen aufrütteln. Was wird aus Gottes Wort in dieser Welt? Ist es nicht tragisch und trostlos, wenn das Wichtigste im Leben oft so wenig Platz hat? Fast möchte ich sagen: Dieses Gleichnis sagt etwas über den Schmerz Gottes aus, dass seine Gaben bei uns so wenig Widerhall finden. Es sagt aber auch, wie viel sich in unserem Leben tun kann, wenn der Same des Wortes Gottes bei uns aufgeht. Das wünscht Gott: sich und uns!

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