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Satt und selbstzufrieden

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 28. Sonntag im Jahreskreis, 9. Oktober 2005, (Mt 22,1-14)

09.10.2005
© Rupprecht@kathbild.at

Es war nicht irgendeine Hochzeit. Der König bereitet seinem Sohn die Hochzeit. Was kann es in einer Welt, in der Könige noch wirklich Könige waren, Größeres geben? Das große Fest wird vorbereitet. Der künftige König, der Thronfolger, heiratet. Wer würde es wagen, die Einladung des Königs auszuschlagen? „Was Rang und Namen hat“ bemüht sich, dabei zu sein.

 

Das Unglaubliche geschieht: Die Geladenen kommen nicht. Sie wollen nicht. Alles andere ist ihnen wichtiger. Ihr Alltagsgeschäft hat Vorrang. Sie zeigen dem König die kalte Schulter. Ja, sie misshandeln und töten sogar die Abgesandten des Königs. Kein Zuhörer Jesu wundert sich über den Ausgang der Geschichte. Schlimmer kann man sich gegenüber dem eigenen König nicht verhalten.

 

Doch die Geschichte geht weiter. Nach der Strafaktion gegenüber den unwürdigen Geladenen ändert der König seine „Einladungspolitik“: Nicht mehr die Vornehmen des Landes, die „Oberen Zehntausend“, sondern „der Mann von der Straße“ wird in den Hochzeitssaal gebeten. Bunt gemischt, wie die Menschen auf den Straßen und Wegen angetroffen werden, so werden sie eingeladen. Und sie kommen in Scharen.

 

Der Sinn ist klar: Gott hat seinem Sohn die Hochzeit bereitet. Christus ist der Bräutigam, sein Volk Israel ist die Braut. Nimmt das erwählte Volk die Einladung Gottes an? Noch haben die religiösen Führer nicht endgültig Nein gesagt. Jesus wirbt um ihr Herz: Kommt zum Fest, das Gott euch bereitet hat! Sie blieben ablehnend. Jesus wird umgebracht. Gott lädt nun andere ein, die vielen Völker, die zu Jesus Ja sagen werden, die „Heiden“, die das Evangelium annehmen, während Jesu eigenes Volk ihn weitgehend ablehnt.

 

Was hat das mit heute zu tun? Die Geschichte geht weiter. Unsere Völker haben vor Jahrhunderten das Evangelium angenommen: das Römische Reich, die Germanen, die Slawen wurden christlich. Sie haben die Einladung zur Hochzeit angenommen. Europa hat christliche Wurzeln. Das Evangelium hat großartige Früchte hervorgebracht: die vielen Heiligen und ihre Aufbauarbeit; die Dome, Kathedralen und Klöster; die Werke der Nächstenliebe; die sozialen Werte; den Sinn für die Menschenwürde; und nicht zuletzt das Wissen um die Verantwortung über den Tod hinaus, und die Hoffnung auf das ewige Leben.

 

Jesus erzählt das Gleichnis heute noch einmal. Was sagt er uns? Was hören wir?

 

Ich höre eine schmerzliche Warnung. Ich höre Jesus zu uns sagen: Mein Vater hat euch ein Hochzeitsfest vorbereitet, den Tisch reichlich gedeckt. Alle die Schätze des christlichen Erbes warten auf euch: die Mystik der Heiligen; die Vorbilder der Nächstenliebe; die Schönheit der Dome; die Weisheit christlicher Lebenserfahrung. Ihr aber seid satt und selbstzufrieden geworden. Ihr nehmt das alles für selbstverständlich. Ihr kümmert euch um alles Mögliche,  nur nicht um diesen reichen Gabentisch. Daher warne ich euch. Schaut, mit welchem Glauben Afrika das Evangelium annimmt! Seht, wie die armen Völker meine Botschaft aufnehmen und leben! Gebt Acht, dass euch nicht genommen wird, was ihr so wenig achtet!

 

Jesus hat damals sein Volk gewarnt. Warum sollte er nicht heute uns warnen?

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