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Gottes gute Schlussbilanz

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 33. Sonntag im Jahreskreis, 13. November 2005, (Mt 25,14-30)

13.11.2005
© BilderBox.com

November: Zeit des Totengedenkens. Was wurde aus ihnen? Wie erging es ihnen im Tod? Wie im Gericht Gottes? Vom Gericht spricht Jesus in den Evangelien des Novembers. Habe ich es zu fürchten? Verdränge ich den Gedanken daran? Wie wird es bei mir sein, wenn mein irdisches Leben zu Ende geht? Wie wird meine Bilanz aussehen? Damit ich mir diese Frage klar und deutlich stellen kann, gibt Jesus gewisse „Bilanzierungsregeln“, die jeder für sich selber anwenden kann. Wie sehen diese Regeln aus?

 

Die erste, grundlegendste kleidet Jesus in das Bild von den „Talenten“. Ein (reicher) Mann vertraut seinen Dienern sein Vermögen zur Verwaltung an. Schon damals lebten Reiche gerne im steuergünstigeren Ausland. Aber darum geht es im Gleichnis Jesu nicht. Vielmehr will er sagen: wir Menschen sind alle Verwalter eines uns anvertrauten Gutes. Es gehört uns nicht, und doch tragen wir dafür Verantwortung.

 

Das uns anvertraute Gut ist zuerst einmal unser eigenes Leben. Zum Leben gehören immer auch gewisse Gaben, Begabungen. Wir nennen sie „Talente“ infolge des Gleichnisses Jesu von den anvertrauten Geldsummen, die der reiche Mann seinen Knechten übergeben hatte. Ein „Talent“ war mehrere tausend Euro wert.

 

Unser Leben mit all seinen „Talenten“ ist uns anvertraut. Gott vertraut uns. Ergibt seine Gaben in unsere Hände, damit wir damit etwas anfangen. Wir können damit gut oder schlecht wirtschaften. Wir können etwas aus dem Anvertrauten machen oder es vertun.

 

Alle drei Verwalter im Gleichnis haben die Talente nicht verschleudert. Selbst der dritte, der sein Talent, das anvertraute Geld, gut versteckt und so sicher bewahrt hat, konnte zumindest den Erfolg melden, dass er es nicht „verjubelt“ hatte. Warum wird er dann so hart behandelt. Warum fällt seine Bilanz so schlecht aus?

 

Vom Geldgeschäft her ist klar, warum der Dritte schlecht gewirtschaftet hat. Wenigstens Zinsen hätte das Geld bringen können. Dann wäre wenigstens die Geldentwertung aufgewogen worden. Auf das Leben angewendet: Nichts tun ist zu wenig. Wer sich nicht weiterentwickelt, wer nicht an sich arbeitet, seine Talente einsetzt und fruchtbar macht, dem geht schließlich auch das Talent verloren, das er bekommen hat. Stillstand ist Rückschritt. Wenigstens bemühen hätte er sich können. Es zumindest versuchen. Das hätte schon genügt.

 

Anders die beiden Ersten. „Sofort ging der (erste) Diener hin, wirtschaftete mit den fünf Talenten, und gewann noch fünf dazu“. Wie hat er es gemacht? Er war eifrig, erfinderisch, Kreativ. Er war erfolgreich. Und es machte ihm Freude, für seinen Herrn zu wirtschaften. Als dieser zurückkommt, kann er ihm mit einem gewissen Stolz die doppelte Summe zurückgeben.

 

Was werde ich bei meiner Bilanzprüfung am Schluss vorweisen können? Vielleicht muss ich etwas kleinlaut gestehen, dass es gar nicht so glänzend aussieht. Kann ich mich dann darauf ausreden, dass die Umstände widrig waren, dass so vieles mich daran gehindert hat, die an vertrauten Gaben und Aufgaben gut zu erfüllen? Hätte ich bessere Lebensbedingungen gehabt, wer weiß, was ich alles zustande gebracht hätte!

 

Bei der Rechenschaft am Ende des Lebens zählen nicht die zählbaren Erfolge, die messbaren Ergebnisse. In Gottes Schlussabrechnung ist das ehrliche Bemühen der wichtigste Posten. Die von Gott mir anvertrauten Gaben kommen alle aus dem Schatz seiner Liebe. Wenn die Liebe in meinem Leben größer geworden ist, dann habe ich in Seinen Augen wirklich gut gewirtschaftet.

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