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Sündenfall

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, 8. Dezember 2005, (Lk 1,26-38)

08.12.2005
© kathbild.at/Rupprecht

Heute, am Fest der "Unbefleckten Empfängnis Mariens", wird im Gottesdienst die Geschichte vom "Sündenfall" gelesen, von Adam und Eva, von der Schlange und dem Baum und vom Essen der verbotenen Frucht. Sie wird gelesen, weil sie sozusagen den Hintergrund des heutigen Festes darstellt. Auf eine kurze Formel gebracht: Was durch Adam und Eva der Menschheit verloren ging, hat sie durch Maria wiedergefunden. Adam und Eva stehen am Anfang einer Unheilsgeschichte, Maria, die Mutter Jesu, steht am Anfang der Heilsgeschichte. In diesem Sinn ist der 8. Dezember, das Fest der Empfängnis Marias durch ihre Eltern Joachim und Anna, ein Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte. Maria wird deshalb auch "die Morgenröte des Heils" genannt.

 

So weit so schön. Mit dem vorweihnachtlichen Wirbel und Einkaufstrubel hat das freilich recht wenig zu tun. Am 8. Dezember ist inzwischen kaum mehr die Ruhe eines Feiertages verspürbar. Welches Heil wird eigentlich zu Weihnachten erwartet? Wovon soll der Erlöser erlösen? In welche Dunkelheit leuchtet das Morgenrot?

 

Es lohnt sich, heute in die ersten Seiten der Bibel zu blicken und sich "die Geschichte mit Adam und Eva" näher anzusehen. Wir finden dort den Schöpfungsbericht ("Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde"), die Erschaffung des Menschen und schließlich den "Sündenfall", den Griff nach der verbotenen Frucht mit allen seinen Folgen.

 

Es geht in der Bibel nicht um eine "Reportage" über das Leben der Urmenschen, nicht um einen wissenschaftlichen Forschungsbericht über die Abstammung des Menschen. Die Bibel wirft ein Licht auf den Zustand der Menschen, wenn sie sich von Gott abwenden. Die Heilige Schrift deutet uns den Ursprung des Bösen, das zwischen uns Menschen herrscht, und zeigt den Ausweg aus der Sackgasse der Sünde.

 

Adam, wo bist du? Dieser Ruf Gottes geht zu Herzen. Gott sucht den Menschen. Er weiß, wo ich bin, aber er überlässt mich nicht meiner Not, er geht mir nach. Ich aber, Adam, der Mensch, verstecke mich vor ihm. Angst vor Gott, Flucht vor ihm: Das sitzt tief im Menschenherzen. So entsteht in uns die Idee, Gott sei der unerbitterliche Wächter, das Auge, dem nichts verborgen bleibt. Aus dieser Gottesvorstellung will Jesus uns erlösen.

 

Dazu ist aber zuerst die Ehrlichkeit notwendig und die Bereitschaft, die eigenen Fehler einzugestehen. "Die Wahrheit macht euch frei." Adam, in dieser Geschichte, hat einen anderen Weg gewählt, und bis heute haben wir Nachkommen Adams die Neigung, es wie er zu tun. Gott fragt ihn, ob er das Verbotene getan habe. Statt einfach Ja zu sagen und um Verzeihung zu bitten, beschuldigt er Gott und die Frau: "Die Frau, die du mir gegeben hast…"

 

Wie "menschlich"! Alle anderen sind Schuld! Gott ist Schuld: Hättest du mir nicht diese Frau gegeben! Die Frau ist Schuld: Hätte sie mich nicht zum Bösen verleitet! Eine alte jüdische Tradition sagt: Hätte damals Adam seine Schuld zugegeben, wir wären alle noch im Paradies!

 

So aber ist es ein langer, mühevoller, schmerzensreicher Weg, den wir seit Adam und Eva, seit Anfang der Menschheitsgeschichte gehen müssen. Immer noch verführt uns "die Schlange", immer noch beschuldigen wir lieber Gott und einander als uns selber. Und es bliebe auch weiterhin so, hätte Gott nicht einen neuen Anfang gesetzt, mit einer neuern Eva, mit Maria, in der die lange Schuldgeschichte abbricht und einen neue Heilsgeschichte beginnt: Maria - Mensch ohne Schuld, Mutter und Anfang einer erlösten Menschheit.

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