Pageareas:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Mainmenu:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Fontsize: normal
  • A: Fontsize: large
  • A: Fontsize: very large
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Mainmenu:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Mainmenu:

Hauptmenü anzeigen
Content:

Glauben ist möglich

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den Sonntag der Barmherzigkeit Gottes, 23. April 2006, Zweiter Sonntag der Osterzeit (Weißer Sonntag),  (Joh 20,19-31)

23.04.2006
© Franz Josef Rupprecht

Unvergesslicher Osterabend! Da waren sie, hinter fest verriegelten Türen. Nur zu verständlich ihre Angst. Warum sollte es mit Jesu Verhaftung und Hinrichtung aus sein? Mussten Sie nicht damit rechnen, als Nächste dran zu sein? Judas, ihr Kollege, wusste, wo sie sich versteckt hielten. Er kannte ja den Raum im ersten Stock eines Jerusalemer Hauses, in dem sie mit ihrem Meister Pessach, das Ostermahl gehalten hatten. Er konnte jeder Zeit die Häscher der Hohenpriester informieren. So warteten sie mit Schrecken, ob nicht plötzlich an der Tür geklopft wird und auch sie abgeführt werden, wie vor drei Tagen Jesus, als sie mit ihm im Garten von Getsemani waren.

 

Doch niemand klopfte an die Tür. Niemand öffnete sie. Plötzlich war Er da. Keine verschlossene Tür hinderte Ihn. Jesus kam und trat in ihre Mitte. Unerwartet, frei, ungehindert. Seit diesem Osterabend ist das unzählige Male wieder geschehen. Jesus tritt ein. Er kommt unerwartet in das Leben von Menschen, tritt in das Haus ihres Lebens, und mag es auch noch so verschlossen sein. Er ist frei, souverän. Keine Mauern der Angst kann ihn abhalten.

 

Fragen wir gläubige Menschen: Wie bist du zum Glauben gekommen? So wird die Antwort oft sein: Gott kam in mein Leben; Jesus habe ich als Lebenden, als Freund erfahren. Nicht immer ging das so plötzlich wie bei den Aposteln an diesem unvergesslichen Abend. Bei manchen kommt Jesus allmählich, bei anderen war Er immer schon da, ein Vertrauter von Kindheit an.

 

Viele werden ihren eigenen Glaubensweg in Thomas wieder finden, dem Apostel, der nur glauben will, was er sehen und berühren kann. Er will nicht nur hören, was andere angeblich gesehen und erlebt haben. Er will selber "be- greifen", "er- fassen". Nun dann ist er auch bereit, zu glauben.

 

Wir können dem guten Thomas nur dankbar sein. Es hilft uns, zu wissen, dass auch die Apostel nicht einfach zu allem Ja und Amen gesagt haben. Es tut gut, zu sehen, dass selbst Apostel ihre Fragen und Zweifel haben. Es ist aber noch wichtiger, zu erfahren, wie sie Antwort auf ihre Zweifel bekommen haben.

 

Ich vergesse nie, wie Papst Johannes Paul II im Heiligen Jahr 200 zu den Jugendlichen aus aller Welt sagte: "Ich weiß, es ist nicht leicht, zu glauben. Aber es ist möglich". Thomas zeigt uns, wie es möglich ist. Jesus zeigt es uns. Jesus sagt auch zu mir, wie zu Thomas: "Sei nicht ungläubig, sondern gläubig."

 

Wir wollen sehen um zu glauben. Wir wollen irgendwie Gewissheit haben. Jesus sagt: "Selig, die nicht sehen und doch glauben". Soll ich blind vertrauen? Soll ich auf jedes Begreifen verzichten? Nein, denn das zu verlangen wäre unmenschlich! Mein Glaube ist nicht blind. Er richtet sich nicht ins Ungewisse. Ich glaube Jemandem Ich glaube Jesus. Ich kann Ihn zwar nicht sehen, aber ich kann Ihn lieben. Ich kann Ihn nicht fassen, aber ich sehe so viele Seiner Spuren. Und manchmal darf ich es auch spüren: die Freude, dass Er da ist.

 

back

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
jump to top