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Abschied und Anfang

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn zum Hochfest Christi Himmelfahrt, 25. Mai 2006, (Mk 16,15-20)

25.05.2006
© kathbild.at/Rupprecht

"Es ist gut für euch, dass ich gehe!" Am Abend vor seinem Leiden hatte Jesus das zu der kleinen Schar gesagt, die mit ihm zum Abendmahl beisammen war. Loslassen, Abschied nehmen: Das gehört zum Leben. Manchmal schmerzlich, herzzerreißend, manchmal sanft und wie erlösend. Oft ist der Abschied ein neuer Anfang. Wer zurückbleibt muss sich im Leben neu orientieren. Das kann zu einem schöpferischen Neubeginn werden.

 

Am Anfang seines zweiten Buches steht bei Lukas der Abschied von Jesus. Sein erstes Buch, das Lukasevangelium, hatte er ebenfalls einem gewissen Theophilus gewidmet. Er hatte genau recherchiert, war der Geschichte Jesu von Anfang an gründlich nachgegangen. Seine Berichte über die Kindheit Jesu, über seine öffentliche Tätigkeit bis zum Ende in Jerusalem sind zuverlässig und sicher vertrauenswürdiger, als die phantasievollen Spekulationen über Jesu Leben, die heute auf den Sensationsmarkt gebracht werden.

 

In seinem zweiten Buch, der so genannten "Apostelgeschichte", geht es um die Anfänge der Kirche. Meisterhaft knapp und spannend berichtet Lukas, wie aus der kleinen verschreckten Schar der Jünger Jesu in wenigen Jahren eine große Gemeinschaft wurde, mit Gemeinden überall in der alten Welt. Lukas war selber Augenzeuge dieser Entwicklung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Sie wird erst zu Ende sein, wenn Jesus wiederkommt.

 

Am Anfang steht also der Abschied. Er war von eigener Art. Er dauerte vierzig Tage. Jesus "erschien" den Seinen in dieser Zeit nach Ostern, in den Tagen nach seiner Auferstehung, er aß und sprach mit ihnen. Er war da und doch nicht mehr da. Er war nicht mehr von dieser Welt. Es war eine Zeit des Überganges. Er bereitete sie auf die "Zeit danach" vor, in der sie nicht mehr mit seiner sichtbaren Gegenwart rechnen konnten.

 

Der Abschied fiel ihnen verständlicherweise schwer. Von einem alten Traum konnten sie sich nicht trennen. Sie hatten gehofft, Jesus werde ein mächtiges, weltliches, greifbares Reich Seiner Herrschaft errichten. Immer noch klammern sie sich an diese Erwartung: "Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?"

 

Den Traum von der mächtigen Kirche, von einem irdischen Gottesreich, träumen bis heute manche Christen. Und sicher auch nicht wenige Muslime. Jesus hat diese allzu menschlichen Wunschvorstellungen immer energisch zurückgewiesen. Nicht weltliche Macht hat er versprochen, sondern "die Kraft des Heiligen Geistes". Nicht um andere zu beherrschen, sondern um ihnen zu bezeugen, wer Jesus ist und was Er und schenkt. "Ihr werdet meine Zeugen sein … bis an die grenzen der Erde." Nicht Welteroberung mit den Mitteln der Macht ist Jesu Programm, sondern das Zeugnis von der Kraft, die Jesus gibt, um hier auf dieser Erde gut, gerecht und solidarisch zu leben.

 

"Was steht ihr da, ihr Männer, und schaut zum Himmel hinauf?" Der Abschied wird zum Anfang. Träumt nicht, macht euch auf! Jesus ist bei euch. Sein Geist hilft euch. Geht zu allen Menschen. Seid seine Zeugen!

 

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