Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Ein Lebensmittel wie kein anderes

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 20. Sonntag im Jahreskreis, 20. August 2006, (Joh 6,51-58)

20.08.2006
© kathbild.at/Rupprecht

Wie würde es mir gehen, wenn heute ein Mann vor mir stünde und mir sagte, ich solle sein Fleisch essen und sein Blut trinken? Ich kann das Entsetzen ahnen, das die Worte Jesu in der Synagoge von Kapharnaum bei den Zuhörern auslösten. Ich kann gut verstehen, dass ihn daraufhin viele verließen und ihn endgültig für verrückt hielten. Ich kann mir vorstellen, dass damals bei Judas ein „Knacks“ geschah, dass etwas in ihm zerbrochen ist. Diese Worte waren ein endgültiger Schlussstrich unter alle Hoffnungen, die er und viele andere auf Jesus gesetzt hatten. War da nicht die große Erwartung, dass der Mann aus Nazareth das Zeug hatte, Freiheit zu bringen und Frieden zu schaffen?

 

Wer die heutige Lage im Heiligen Land und seinen Nachbarn ansieht, kann verstehen, wie sehr die Menschen damals auf einen politischen Retter hofften. Doch statt von Leben sichern, spricht Jesus davon, er sei gekommen, sein Leben zu geben. Das könnte man sogar noch im Sinn „weltlicher“ Hoffung verstehen: Es braucht Menschen, die sich aufopfern, die nicht an ihren Profit, sondern an das Wohl der anderen denken und sich dafür verzehren. Gott sei dank gibt es immer wieder solche Menschen, in den so wichtigen Pflegeberufen, aber auch in Wirtschaft und Politik, ja in allen Lebensbereichen.

 

Aber Jesus geht viel weiter. Und da wird es wirklich schwer verständlich. Er opfert sich nicht nur auf für das Wohl der Menschen wie Eltern für ihre Kinder oder Schwestern für die Kranken. Er gibt sich selbst als Speise und Trank, und wir sollen ihn essen und trinken, uns sein Fleisch und Blut wirklich „einverleiben“.

 

Kein Wunder, dass schon früh darüber gespottet wurde. Der römische Dichter Petronius stellt in seinem Roman „Satyrikon“ eine Szene mit Anthropophagie (auf deutsch „Menschenfresserei“) dar. Er dürfte sich damit über die Christen lustig gemacht haben, von denen man munkelte, dass sie in ihren Zusammenkünften Menschenfleisch und Menschenblut zu sich nähmen.

 

Jesus hat trotz der zu erwartenden Missverständnisse in keiner Weise die Schärfe seiner Aussagen abgemildert. Trauen wir uns, diese Worte Jesu so zu nehmen wie er sie gesagt hat?

 

Wenn ich höre, wie oft abschwächend vom „heiligen Brot“, vom „geweihten Brot“ oder gar nur von der Hostie die Rede ist, habe ich den Eindruck, dass wir auch heute gerne der Wucht und Größe der Worte Jesu ausweichen. Dass Brot und Wein in der heiligen Messe wirklich Fleisch und Blut Jesu sind, das „packt“ nur der Glaube.

 

Da mein Glaube oft schwach ist, hilft es mir, mich daran zu erinnern, dass es immer wieder Menschen gegeben hat, die ausschließlich nur von der Kommunion gelebt haben, wie etwa die 1981 verstorbene Ordensfrau Marthe Robin in Frankreich. Dann ahne auch ich: Von Jesus und mit ihm kann ich wirklich leben.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen