Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Wer ist schuld?

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 3. Fastensonntag, 11. März 2007, (Lk 13,1-19)

11.03.2007
© Rupprecht@kathbild.at

Wer war schuld an dem Massaker in Jerusalem, von dem man Jesus berichtet? Täglich gibt es heute solche Nachrichten. Es ist zur Gewohnheit geworden, dass jeden Tag im Irak Dutzende Menschen bei Selbstmordattentaten ums Leben kommen. Es sind nur mehr kleine Nachrichten, fast nebenbei erwähnt. Wer ist schuld daran? Die Terroristen? Die Amerikaner mit dem Irakkrieg? Die Parteiungen im Irak (Sunniten und Schiiten)? Oder einfach das blinde Chaos?

 

Zur Zeit Jesu fragte man: Wer hat da gesündigt, dass Gott eine solche Strafe zulässt? Auch heute sagen das manche: Aids sei zum Beispiel eine Strafe Gottes. Andere sagen: selber schuld! Und manchmal stimmt es: Lungenkrebs bei Kettenrauchern; Leberzirrhose bei Alkoholikern; tödliche Unfälle bei leichtsinnigen Fahrern. Wer also ist schuld am Unglück?

 

Da ist noch eine Sensationsmeldung: Ein Turm beim Teich Schiloach ist eingestürzt. Achtzehn Menschen kamen ums Leben. Schlecht gebaut? Unvorsichtige Grabungen am nahen Wasserkanal? Wer ist schuld? Heute wird sofort nach einer Katastrophe nach Schuldigen gesucht. Und wenn es eine Naturkatastrophe ist, wie der Tsunami, dann wird Gott zum Schuldigen gemacht. Wie kann ein guter Gott zulassen, dass Hunderttausende Tote zu beklagen sind? Ist nicht letztlich Gott an allem Leid schuld? Hat nicht Er alles in der Hand? Warum verhindert Er nicht solches Unheil?

 

Jesus dreht die Perspektive völlig um: Meint ihr, die Opfer von Terror und Tsunami waren schlechtere Menschen, größere Sünder als ihr? Glaubt ihr, dass ihr besser seid als die Opfer von Drogen, Aids und Unfällen? "Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt."

 

Ist nicht jedes Unglück eine Erinnerung daran, dass wir nur Gast auf Erden sind? Es könnte mich genauso treffen! Wir alle sind jederzeit "auf Abruf". Aber sind wir auch allzeit dazu bereit? Schon heute kann es mich treffen. Das wissen wir alle ganz genau. Aber wir verdrängen es. Der Tod ist tabu. Darüber zu sprechen, ist fast "unanständig".

 

Warum aber "umkehren"? Warum diese Warnung, dass wir ohne Bekehrung "alle umkommen werden"? Das ist der "harte Kern" von Jesu Botschaft. Wir wagen es ja heute kaum zu sagen, weil es so nach "Drohbotschaft" klingt. Jesus sagt doch im Grunde: Ihr seid alle schuldig! Ihr habt alle den Tod verdient wie die, die umgebracht wurden. Das klingt schrecklich. Aber viel schrecklicher wäre es, wenn er uns nicht warnen würde. Welche Mutter schaut einfach zu, wenn ihrem Kind Todesgefahr droht?

 

Weil Jesus uns liebt, sagt er uns: Tut etwas, ändert etwas in eurem Leben! Glauben wir nicht, dass unsere Fehler harmlos sind! Auch kleine Bosheiten können großen Schaden anrichten. Kämpfe gegen die "kleinen" Sünden! Sie sammeln sich und werden zu einem schlimmen großen Schuldpaket. Jetzt ist die Zeit zur Umkehr! Fastenzeit! Gnadenzeit!

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen