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Wer ist mein Nächster?

Evangelienkommentar von Kardinal Schönborn für den 15. Sonntag im Jahreskreis, 15. Juli 2007, (Lk 10,25-37)

15.07.2007
© Rupprecht@kathbild.at

Ich kann mich ja nicht um die ganze Welt kümmern! Jeder muss selber schauen, wie er durchkommt! Solche und ähnliche Gedanken können einem kommen, wenn wieder einmal von der Nächstenliebe die Rede ist.

 

Und tatsächlich ist das eine schwierige Frage. Wo muss ich helfen? Überall kann ich nicht Nächstenliebe leben. Zuerst muss ich auf das Eigene schauen, die eigene Familie, das eigene Land. Sind die Nächsten nicht die, die in unserem Land zu Hause sind? Wie oft erhalte ich besorgte Briefe von Österreichern, die Kirche täte zu viel für die Ausländer, zu wenig für unsere eigenen Leute. Ich kann also den jüdischen Gesetzeslehrer gut verstehen, der sich Jesus gegenüber rechtfertigen will und ihn fragt: Wer ist denn wirklich mein Nächster?

 

Jesus hat darauf mit einer Geschichte geantwortet, die er "erfunden" hat. Sie ist aber so berühmt geworden, wie kaum eine andere der Geschichten Jesu (wir nennen sie Gleichnisse, das heißt Erzählungen, die etwas lehren wollen und die zur Entscheidung herausfordern). Die Geschichte, die Jesus erzählt, ist provokant. Ein Mann ist von Räubern überfallen, ausgeraubt und halbtot am Straßenrand liegen gelassen worden. Zwei fromme Juden, ein Priester und ein Levit, sehen den Verletzten, wechseln schnell die Straßenseite und gehen weiter. Zwei "Profis" der Religion sagen sich also: Das geht mich nichts an. Ich habe es eilig, bin nicht zuständig, habe Angst …

 

Ein Ausländer kommt vorbei, sieht den Verletzten, lässt alle seine Termine liegen und stehen, achtet nicht auf die offensichtliche Gefahr - die Räuber könnten ja auch ihn überfallen. Der Fremde ist ein Samariter, gehört also zu dem unfrommen Nachbarvolk, für das man meist wenig Sympathie aufbringt. Dieser Ausländer tut mehr als nur das Nötigste. Er sorgt für den Verwundeten über die Erste Hilfe hinaus. Er greift recht tief in die eigene Tasche, um für diesen Menschen, den er gar nicht kannte, zu sorgen. Nicht umsonst wurde dieser Samariter zum Inbegriff der selbstlosen Hilfe. Ohne solche barmherzige Samariter wäre unsere Gesellschaft kalt und unmenschlich.

 

Am 9. September wird Papst Benedikt XVI. im Wiener Konzerthaus im Rahmen einer Feierstunde, zu der der Herr Bundespräsident und ich einladen, etwa 1700 Vertretern von ehrenamtlichen Hilfsorganisationen begegnen. Sein Anliegen ist es, den vielen Tausenden "barmherzigen Samaritern" durch einige ihrer Vertreter Dank zu sagen. Ob das das Rote Kreuz, die Caritas, die Bergrettung oder die Freiwilligen Feuerwehren sind, um nur einige wenige der vielen Hilfsorganisationen zu nennen: Sie alle machen erst unser Land zu einem lebens- und liebenswerten. Und sie sind, ob gläubig oder nicht, Menschen, die Gott nahe sind, weil sie den Menschen in Not nahe sind. Ich glaube, die Feier im Konzerthaus wird ein gutes Signal sein.

 

Übrigens: Jesus dreht am Schluss die Frage um. "Wer ist mein Nächster?" war die Ausgangsfrage. Am Ende fragt Jesus: Wer von den dreien, die an der Unfallstelle vorbeikamen, ist dem Verletzten zum Nächsten geworden? Die Antwort ist klar. Und auch die Frage an mich: Wem soll ich zum Nächsten werden? Wem bin ich bereit, nahe zu kommen, wenn ich ihn in Not sehe? Samariter sind gefragt!

 

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