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Der Esel des Königs

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Palmsonntag, 16. März 2008 (Mt 21,1-11)

16.03.2008
© rosemarie guttmann

So ist Jesus noch nie nach Jerusalem gekommen. Oft hatte er die Wallfahrt gemacht, mindestens einmal im Jahr. Seit seiner Kindheit. Das gehörte einfach zum Leben dazu. Zu den großen Festen, besonders zu Ostern, wollten viele im Tempel in Jerusalem dabei sein. Da scheuten sie auch nicht den weiten Weg. Von Nazareth nach Jerusalem - etwa die Strecke Wien - Mariazell. Für Pilger, die gut bei Fuß waren, ein Dreitagesmarsch, sonst eher vier Tage.

 

Und wie es heute noch die Mariazellpilger erleben, so war es auch damals. Nach den anstrengenden Tagen des Fußmarsches kommt der freudige Augenblick, da zum ersten Mal das Ziel der Wallfahrt sichtbar wird: der prachtvolle Tempel von Jerusalem, beziehungsweise die Basilika von Mariazell. Man hält an, blickt hinunter auf die Zinnen des Tempels, auf die Türme der Basilika. Und singt ein Pilgerlied, etwa den Psalm 121: „Wie freute ich mich, als man mir sagte: Wir ziehen hinauf zum Hause des Herrn. Und jetzt stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem!“

 

Diesmal war es anders als bei allen früheren Wallfahrten. So war Jesus noch nie als Pilger in Jerusalem eingezogen. Jubel, Freude, Singen gehören zur Ankunft der Pilger, auch heute noch. Jesus aber gestaltet diesen Moment auf besondere Art. Er lässt sich ein Reittier holen, eine Eselin, und ihr Fohlen. Und reitet darauf in die heilige Stadt ein. Seine Begleiter erfassen sofort: Das bedeutet etwas Besonderes. Da geschieht etwas Großes. Sie kennen ihre Bibel. Sie wissen, was die Propheten vorausgesagt haben: Es wird ein König kommen, der nicht mit einer Armee und ihren Streitwagen daherkommt, um als siegreicher Eroberer in Jerusalem einzumarschieren. Einmal wird der Friedenskönig kommen, demütig, einfach auf einem Esel reitend.

 

Diese Geste Jesu versetzt die Leute in Begeisterung. Sie jubeln ihm zu, begrüßen ihn als „Sohn Davids“, als den neuen, verheißenen König, den Retter, den das Volk so lange schon ersehnt hat. Ohne Worte, nur durch dieses einfache Zeichen, dass er auf einem Esel reitend in Jerusalem einzieht, gibt Jesus zu verstehen, wer er ist.

 

Und die Menschen scheinen es verstanden zu haben. Sie begrüßen ihn als den, „der kommt im Namen des Herrn“. Sie tun, was bis heute dem Palmsonntag den Namen gegeben hat: Sie schneiden (Palm-)Zweige von den Bäumen und streuen sie auf den Weg. Unsere „Palmzweige“ erinnern daran.

 

Lange hielt die Begeisterung freilich nicht. Denn was nach diesem triumphalen Einzug in die heilige Stadt geschah, sah so gar nicht nach dem Sieg des neuen Königs aus. Statt die Herrschaft zu ergreifen, wird er gefangen genommen. Auf den Palmsonntag folgt der Karfreitag. Auf den Jubel der Hass. Aus dem „Hosanna“ wurde das „Kreuzige ihn!“. So schnell kann die Begeisterung umschlagen. So geht es immer noch zu: heute gelobt, morgen verachtet! Das soll uns warnen: Wie wankelmütig ist das menschliche Herz!

 

Es soll uns auch helfen, zu erkennen, wie Gott bis heute zu uns kommt: immer noch ohne große Macht und Pracht, bescheiden und demütig. Am eindrucksvollsten in der heiligen Messe. Unauffällig sind Brot und Wein auf dem Altar. Aber so kommt Jesus in jeder Messe zu uns. Deshalb wird er auch in jeder Messe mit denselben Worten begrüßt, mit denen die Menge Jesus damals in Jerusalem empfangen hat: „Hosanna in der Höhe“.

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