Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Wein, Blut, Erlösung

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 27. Sonntag im Jahreskreis, 5. Oktober 2008 (Mt 21,33-44)

05.10.2008
© kathbild.at/Rupprecht

Die Weinlese ist weitgehend vorbei. Möge nun der Wein gut gedeihen, für einen maßvollen und herzhaften Genuss der „Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit“, wie es in der Heiligen Messe heißt.

 

Die biblische Welt, und damit die Welt Jesu und seiner Jünger ist mit dem Weinbau wohlvertraut. In der jüdischen Religion ist der Wein ein wichtiger Teil des religiös geprägten Mahles. Beim feierlichen Ostermahl, beim so genannten Seder, zu Pessach, sind gleich vier Becher Wein vorgesehen, jeweils mit eigenen Gebeten. Als Jesus in Jerusalem sein letztes Pessachmahl mit seinen Aposteln hielt, sprach er über dem Segensbecher jene Worte, die bis heute das Herz der Heiligen Messe sind: „Das ist der Kelch des Neuen und Ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird ...“ Der Wein, in Jesu Blut gewandelt, ist deshalb überall auf der Welt, wo Messe gefeiert wird, ein wesentlicher Teil des christlichen Lebens.

 

Kein Wunder, dass Jesus oft das Bild des Weinbergs gebraucht, um seine Botschaft zu verdeutlichen. Alle Seine Zuhörer wissen genau, wovon Er spricht. Schon im Alten Bund war es üblich, dass die Propheten vom Gottesvolk, von den Juden, als dem Weinberg Gottes gesprochen haben. Israel ist wie ein von Gott gepflanzter Weingarten, gut bebaut und umsorgt. Von diesem Weingarten erwartet Gott, der Besitzer, gute Ernte.

 

Jesus greift diese Bildreden der Propheten auf. Aber er fügt ihnen ein völlig neues Element hinzu: „Zuletzt sandte der Weinbergsbesitzer seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.“ Jesus bringt sich selber in das Gleichnis ein. Die vor ihm von Gott Gesandten waren Knechte des Gutsherrn. Damit meint Jesus die Propheten, die Gott zu seinem Volk gesandt hat. Er ist mehr als ein Prophet. Er ist der Sohn. Er ist Gottes letzter und höchster Bote. Jesus konnte nicht deutlicher sagen, wer er selber ist. Seine Zuhörer haben verstanden. Sie waren empört - oder glaubten ihm.

 

Niemand kann ernsthaft behaupten, Jesus habe sich „nur“ für einen Propheten gehalten. Er war überzeugt, eine einzigartige Beziehung zu Gott zu haben: nicht Knecht, sondern Sohn. Bis heute scheiden sich daran die Geister.

 

Was Jesus in diesem Gleichnis seinen Zuhörern sagt, ist kräftige Kost: Wenn ihr mich ablehnt, dann habt ihr Gottes letzten Boten verworfen. Dann kann Gott seinerseits euch nur verwerfen. Hat Gott das nicht getan? Hat er das jüdische Volk nicht verworfen, nachdem es Jesus, den Sohn Gottes, nicht angenommen, sondern getötet hat? So endet das Gleichnis. Es droht mit der Verwerfung des jüdischen Volkes durch Gott.

 

Kam es dazu? Hat Gott die Juden „enterbt“? Das wurde oft von uns Christen behauptet, mit tragischen Folgen für die Juden. Doch hat Jesus anders gehandelt. Er hat die Drohung umgekehrt. Er hat sein Leben für sein Volk hingegeben. Und für uns alle. Wir alle hätten „enterbt“ gehört. Für uns alle hat er sein Blut vergossen, für Juden, Christen und für alle Menschen. Das feiern wir, wenn wir den Wein in der Messe erheben, der zu Jesu Blut geworden ist, uns allen zum Heil.

 

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen