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Weinstock und Reben

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 5. Sonntag der Osterzeit, 10. Mai 2009 (Joh 15,1-8)

10.05.2009
© kathbild.at/rupprecht

Ein Weinstock ohne Rebzweige bringt keine Frucht. Rebzweige ohne Weinstock sind tot. Zu viele Rebzweige nehmen dem Weinstock den Saft und bringen daher zu wenig Frucht. Daher müssen die Rebzweige gestutzt, kräftig zusammengeschnitten werden. Das heutige Evangelium klingt wie eine Seite aus einem Handbuch für die Kunst des Weinbaus. Jesus liebt es, Bilder aus dem Alltag zu nehmen, um geistige Zusammenhänge deutlich zu machen.

 

Wir tun nichts anderes, wenn wir im Alltag selber solche Bilder gebrauchen. „Zusammenstutzen“: Das sagen wir, wenn jemand eine kräftige  Zurechtweisung braucht, weil sein Verhalten zu sehr „ins Kraut schießt“.

 

Jesus spricht von sich selber und von seinen Jüngern, und davon, wie er mit ihnen zusammenhängt, und sie mit ihm. Das Bild könnte kaum kräftiger sein. Weinstock, Rebzweige, Winzer: Die drei gehören untrennbar zueinander. Da ist zuerst der Winzer: Gott, der Vater Jesu, der Vater aller Menschen. Er hat diesen seinen einzigartigen Weinstock ausgesetzt, gepflegt: Jesus, seinen Sohn, Gottes Sohn, den er in die Welt gesandt hat, für uns.

 

Da ist Jesus, der Weinstock. Er trägt die Reben. Aus ihm leben sie. Ohne ihn geht gar nichts. Aber auch umgekehrt: Ohne Rebzweige gibt es keine Trauben. Sie wachsen nicht am Weinstock, sondern an den Rebzweigen. Das Bild ist kräftig und einleuchtend (zumindest für die, die in Weingegenden daheim sind).

 

„Ohne mich könnt ihr nichts tun“, „getrennt von mir“ geht gar nichts. Das ist Jesu klare Botschaft. Stimmt sie auch? Überschätzt sich Jesus nicht selber? Nimmt er sich nicht maßlos viel heraus? Wo bleibt hier die Bescheidenheit? Ja, es ist völlig verrückt, wenn Jesus nur ein Prophet, ein Weisheitslehrer unter anderen ist. Kein Mensch kann von sich solches behaupten, sich eine solche Rolle anmaßen. Nur wenn Jesus wirklich Gott ist, der menschgewordene Gott, dann stimmt, was er sagt.

 

Denn von Gott hängen wir ab wie die Rebzweige vom Weinstock. Ob wir daran denken oder nicht, ob wir es anerkennen oder abstreiten, alle Geschöpfe sind vom Quell des Lebens getragen und könnten ohne ihren Schöpfer nicht sein. Wir Menschen, von Gott mit Vernunft und Freiheit beschenkt, können davon wissen, dazu Ja oder Nein sagen; wir können Gott, unseren Ursprung, annehmen oder verleugnen. Wenn es so ist, dass wir Geschöpfe sind, von Gott mit dem Dasein und dem Leben beschenkt, dann sind wir mit Ihm so eng verbunden wie Rebzweige mit dem Weinstock.

 

Was soll ein Weinstock? Frucht bringen! Dazu sind die Rebzweige da. Gott will, dass wir Frucht bringen. Dass unser Leben nicht verdorrt wie ein abgeschnittener Rebzweig, der höchstens zum Verbrennen nützlich ist. Deshalb stutzt der Winzer uns auch zurecht. Das kann ganz schön schmerzlich sein. Aber es geht nur so. Der Winzer meint es gut. Es klingt wie eine innige, liebevolle Einladung, wenn Jesus sagt: „Bleibt in mir!“ Und wie ein Trost: „Ich bleibe in euch!“

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