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Ein Gebet, das alle trägt

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 7. Sonntag der Osterzeit, 24. Mai 2009 (Joh 17,6a.11b-19)

24.05.2009
© archiv

Glauben wir daran, dass das Gebet einen Sinn hat? Dass es andere trägt? Dass es anderen hilft? Jesus hat das geglaubt. Und jede Mutter, die für ihr Kind betet, glaubt das. Sonst würde sie es wohl kaum tun. Alle, die beten, vertrauen darauf, dass das Gebet trägt. Dass es eine Macht hat, eine Kraft, eine Wirkung. Aber nicht eine automatische, eine magische Wirkung. Das Gebet ist kein Mechanismus, den man einfach in Bewegung setzt wie den Motor eines Autos, wie den Knopf einer Kaffeemaschine.

 

Das Gebet richtet sich an jemanden. Es wendet sich an Gott. Jesus betet zu Gott. Nicht zu irgendeiner anonymen Macht, „die uns lenkt und leitet“, sondern zu dem, den Jesus vertrauensvoll „Vater“ nennt. Das Gebet Jesu ist etwas ganz Persönliches. Wir haben es nicht mit blinden Schicksalsmächten zu tun, sondern mit dem persönlichen, nahen, heiligen Gott, den wir „unser Vater“ nennen dürfen. Mit irgendeiner „göttlichen Energie“ kann ich nicht sprechen. Sie ist kein Du, sondern ein Etwas. Beten kann ich nur zu jemandem, nicht zu einer Sache.

 

Was aber sagt Jesus seinem Gott und Vater? Worum bittet er? Um zweierlei: „Bewahre sie“ und „heilige sie“. Beide Bitten verstehen wir, wenn wir uns in die Stunde dieses Gebets hineindenken. Es ist „die Nacht vor seinem Leiden“, der Abschied im Abendmahlssaal. Es sind dies die beiden Bitten eines sorgenden Herzens, das von seinem nahen Tod weiß, von seinem Weggang, nach dem die ihm Lieben alleine zurückbleiben.

 

„Bewahre sie!“ Jesus bittet seinen Vater, er möge auf seine Jünger schauen. Sie bleiben zurück, er geht weg. Er kehrt heim zu Gott, sie bleiben in der Welt. Bisher konnte er sich direkt um sie kümmern, konnte sie beschützen und vor dem Bösen bewahren. Jetzt muss er diese Sorge in die Hände seines Vaters legen. Deshalb bittet er ihn: „Bewahre sie vor dem Bösen.“ Denn Jesus weiß: In dieser Welt entkommt keiner dem Kampf mit dem Bösen. Es kann nur darum gehen, dass das Böse uns nicht in seine Fänge bekommt.

 

Wie eine Mutter sich vor allem darum sorgt, dass ihrem Kind nichts Böses passiert, so ist das auch Jesu erste Bitte. Die zweite folgt daraus: „Heilige Sie!“ Schau, dass sie im Guten wachsen. Hilf, dass sie gute, gerade Menschen werden und bleiben! Denn „heilig“ heißt vor allem: gerade, aufrecht, ehrlich und gerecht sein. „Heilige sie in der Wahrheit“, bittet Jesus seinen Vater. Lass sie nicht in Lebenslügen und auf falsche Wege geraten! Mach ihr Leben zu einem Segen für die anderen! Zu einer Freude für viele! Und für sie selber!

 

Jesus betet für die Seinen. Er vertraut, dass er keine „Fehlbitte“ tut, wenn er seinen Vater bittet. Er weiß, wem er vertraut, wen er da bittet. Und er macht uns Mut, mit ebensolchem Vertrauen unseren Gott zu bitten. Er, der Sohn Gottes, tritt jetzt noch für uns ein. Sein Gebet trägt uns. Es wirkt. Es hält. Auch wenn wir nicht daran denken. Er denkt an uns!

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