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Der Glaube - Brot für die Seele

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium 19. Sonntag im Jahreskreis, 9. August 2009 (Joh 6,41-51)

09.08.2009
© archiv

Jesus hat provoziert. Er hat aufgeregt. Die Leute murrten über ihn, verstanden ihn nicht, und schließlich lehnten ihn viele sogar ab. War es die Mehrheit? Wir wissen es nicht. Er machte es seinen Zeitgenossen nicht leicht, ihn anzunehmen. Das heutige Evangelium ist wieder ein Beispiel dafür.

 

Nach dem Wunder der Brotvermehrung, über das viele gestaunt haben, das viele begeistert hat, spricht Jesus von einem anderen Brot, einer anderen Nahrung: Er selber ist dieses andere Brot, das Gott den Menschen anbietet, und der Glaube an ihn ist die andere Nahrung, die in uns das ewige Leben nährt.

 

Wie kann er von sich solches behaupten? Die Leute meinen ihn zu kennen: Wir wissen doch, woher er kommt, wer seine Eltern sind! Wie kann er von sich behaupten, er sei „vom Himmel herabgekommen“? Wie oft glauben wir, jemanden zu kennen, nur weil wir einige Lebensdaten von ihm wissen: wo er herkommt, was er im Beruf macht, etc. Kennen wir deshalb schon wirklich den anderen? Mich bewegt dabei immer die Frage: Kenne ich mich denn selber wirklich? Weiß ich, was alles in mir steckt, an Gutem, an Talenten, aber auch an Gefahren, ja Abgründen? Eines ist mir immer deutlicher geworden: Wirklich kennen wir uns selber und andere nur im Licht Gottes. Auf  Erden wird das immer unvollkommen sein. Wir bleiben uns selbst und einander ein Leben lang ein Rätsel.

 

Aber der Glaube bringt doch viel Licht ins Dunkel unseres Lebens. Im Glauben werden wir, wie Jesus heute sagt, „Schüler Gottes“. Wir lernen Ihn besser kennen und damit auch uns selber. Dieses Brot des Glaubens brauchen wir ganz notwendig.

 

Heute ist der Sterbetag des seligen Franz Jägerstätter. Am 9. August 1943 wurde er in Berlin- Brandenburg exekutiert, wegen „Wehrkraftzersetzung“. Ich habe mich schon als Student mit Franz Jägerstätter befasst, seine Aufzeichnungen gelesen, mit seiner Witwe Franziska gesprochen, die heute 96 Jahre alt ist. Sein Weg war und ist bis heute umstritten. Er hat aus Glaubensgründen den Wehrdienst verweigert. Wenn die Kirche ihn als Seligen ehrt, verurteilt sie dann nicht die vielen, die, meist gar nicht begeistert, den Kriegsdienst leisteten (wie auch mein eigener Vater)?

 

Jägerstätter hat sich nie angemaßt, die zu verurteilen, die aus Gehorsam und Pflicht den Kriegsdienst auf sich nahmen. Er ist nur treu und kompromisslos seinem eigenen Gewissen gefolgt. Die Gründe für seine Gewissensentscheidung hat er in seinen kleinen Schriften und Briefen klar dargelegt. Sein Glauben hat ihm geholfen, die Ideologie des Nationalsozialismus zu durchschauen. Ich staune immer wieder über die Klarsicht dieses Bauern, der mit seiner Volksschulbildung, vor allem aber mit dem Licht des Glaubens die Lügen der Nazis widerlegen konnte, besser als mancher Universitätsprofessor.

 

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, hat er immer wieder gesagt. Das irdische Leben ist nicht alles. Es vergeht. Es ist ein Durchgang. Glücklich wer für seine Seele die Nahrung des Glaubens gefunden hat: „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“

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