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Fest der Empfängnis

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter, 8. Dezember 2009 (Lk 1,26-38)

08.12.2009
© kathbild.at/rupprecht

Heute feiert die Kirche das Fest der „unbefleckten Empfängnis“. Wie groß inzwischen bei uns die religiöse Unwissenheit ist, kann man gerade an diesem Tag sehen. Viele meinen, es geht um die Empfängnis Jesu durch Maria. Sie meinen, diese Empfängnis  werde „unbefleckt“ genannt weil es eine jungfräuliche Empfängnis war, ohne Zutun eines Mannes, „empfangen vom Heiligen Geist“.

 

Nein! Heute feiern wir die Empfängnis Marias, der Mutter Jesu. Eine ganz „normale“ Empfängnis durch ihre Eltern Joachim und Anna. „Unbefleckt“ wird sie genannt, weil Maria „ohne den Makel der Erbsünde“ empfangen wurde. Was das heißt, will ich gleich einmal zu erklären versuchen.

 

Vorerst aber zur Klärung: 8. Dezember – Empfängnis Mariens! Neun Monate später: 8. September – Maria Geburt. 25. März – Empfängnis Jesu! Neune Monate später: 25. Dezember – Christi Geburt.

 

Worauf ich aber heute besonders hinweisen möchte: beide Male wird eine Empfängnis gefeiert. Normalerweise feiern wir den Geburtstag. Doch haben wir eigentlich zu sein begonnen als wir empfangen wurden. Das ist unsere eigentliche „Geburtsstunde“. Heute wissen wir unvergleichlich genauer, wann diese „Sternstunde“ unseres Daseins geschah. Dank der enormen Fortschritte der Wissenschaft wissen wir heute, dass im Moment der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein neues menschliches Wesen da ist, mit dem ganzen gewaltigen Informationsprogramm zu seiner Entwicklung. Natürlich braucht es jede Menge an Rahmenbedingungen, damit dieses neue, einmalige, einzigartige Menschlein sich entfalten kann, angefangen von der „Nidation“, der Einnistung im Mutterschoß, bis hin zur Geburt – und noch lange darüber hinaus.

 

„Mensch von Anfang an“ – das ist das Geheimnis der Empfängnis. So haben wir alle begonnen. „Ich“ existiere, es gibt „mich“ seit meiner Empfängnis, seit eine Samenzelle meines Vaters und eine Eizelle meiner Mutter sich zu einem neuen Menschenleben verschmolzen haben. In diesem Moment bin „ich“ entstanden. In diesem Augenblick hat Gott mir meine unsterbliche Seele geschenkt, mich beim Namen genannt, zu mir für immer und ewig Ja gesagt. Das geschah neun Monate vor meiner Geburt, auch wenn wir diesen Tag meiner Empfängnis nicht feiern. Aber jeder kann sich in etwa diesen Tag errechnen. Und im Stillen daran denken: Heute ist mein „Empfängnistag“.

 

Heute ist der Empfängnistag Marias. Warum feiern wir dieses Datum eigens? Weil es eine Sternstunde der Menschheitsgeschichte war. In diesem Moment begann das Leben eines Menschenkindes, das für alle Menschen aller Zeiten eine einzigartige Bedeutung hat. Sie sollte die Mutter des Erlösers werden. Ihre Empfängnis wird deshalb gerne mit der „Morgenröte“ verglichen, durch die der Tag sich ankündigt: der Tag der Erlösung, das Kommen Christi.

 

Warum aber heißt die Empfängnis Mariens im Schoß ihrer Mutter Anna „unbefleckt“? War meine Empfängnis „befleckt“? Das Wort ist eine etwas unglückliche Übersetzung. Maria ist ohne den „Makel“ der Erbsünde empfangen.  Das heißt: Gott hat sie vom ersten Moment ihres Daseins davor bewahrt, in alle die Verwicklungen von Schuld und Sünde hineingestellt zu sein, in denen wir alle seit Adam und Eva, seit Urzeit der Menschen verstrickt sind. Maria war von Anfang an durch Gottes Gnade frei von allem Bösen. Daher frei für alles Gute. Ganz offen für Gott – und für uns alle. Die Freude darüber ist der Grund des heutigen Festes.

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