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Glaube heißt Vertrauen

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag der Barmherzigkeit, 2. Sonntag der Osterzeit, Weißer Sonntag, 11. April 2010 (Joh 20,19-31)

11.04.2010
© archiv

An der Schweizer Grenze wurde ich vor Jahren von einem Zöllner ziemlich genau „gefilzt“. Ich war damals noch Dominikanerpater und reiste in meiner weißen Kutte mit schwarzem Umhang. Ich fragte den Zöllner, ob er mir denn nicht vertraue, ich sei doch ein Mönch. Worauf er mit freundlichem Lachen antwortete: „Unser Patron ist der Heilige Thomas“.

 

Thomas wollte nur glauben, wenn er es selber überprüfen kann. Vielleicht dachte sich der Zöllner, ich könnte ein Betrüger, ein Schwindler sein, der die Mönchskutte benützt, um die Zollkontrolle zu vermeiden. Er wollte auf Nummer sicher gehen, wie seinerzeit der „ungläubige Thomas“.

 

Glauben ohne Überprüfung? Ist das nicht zu riskant? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sagt man. Aber funktioniert das? Kann ich alles selber überprüfen? Täglich lese ich viele Nachrichten in der Zeitung. Die wenigsten kann ich selber überprüfen. Ständig muss ich vertrauen - sonst könnte ich gar nicht leben. Wenn ich in einen Zug steige, vertraue ich einfach, dass alles in Ordnung ist, der Unterbau und die Wagons, und dass die Eisenbahner ihren Dienst zuverlässig erfüllen.

 

Wie steht es mit dem Gottvertrauen? Wie mit dem Glauben an Christus und seine Auferstehung? Muss ich das blindlings glauben? Völlig unkontrollierbar? „Niemand hat Gott je gesehen“, heißt es zu recht in der Bibel. Der „Hebräerbrief“ gibt sogar eine genaue Beschreibung des Glaubens: „Glaube heißt: Feststehen in dem, was man erhofft, überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht“.

 

Wir glauben, dass Jesus auferstanden ist. Aber wer hat ihn gesehen? Ja, damals, nach Ostern, da haben einige seiner Anhänger gesagt, sie hätten ihn lebendig gesehen, er sei ihnen erschienen, sie hätten ihn berührt, mit ihm gesprochen. Aber das ist fast 2000 Jahre her. Wie sollen wir das heute glauben? Nur weil die das damals behauptet haben?

 

Sicher, der Glaube richtet sich an Unsichtbares. Aber ganz blind ist er deshalb noch lange nicht. Es stimmt: ich habe selber Jesus als den Auferstandenen nicht gesehen. Ich vertraue aber darauf, dass die damaligen Zeugen sich das nicht eingebildet haben. Sie sind mir glaubwürdig.

 

Das allein wäre nicht genug. Zum glauben gehört immer auch die eigene Erfahrung. Ich habe zwar Gott nie gesehen. Aber ich habe oft erfahren, dass es ihn gibt. Ich habe Jesus nie gesehen. Aber ich habe oft seine Nähe gespürt. Er ist für mich keine nebulose Person aus ferner Vergangenheit. Er lebt und ist bei uns alle Tage, wie er selber versprochen hat.

 

Bilde ich mir das nur ein? Ich glaube nicht. Denn ich bin nicht alleine, das zu glauben. Ich stehe in einer großen, weltweiten Gemeinschaft von Menschen, die ebenfalls an Christus glauben. Viele von ihnen können sagen: Ja, ich erlebe es in meinem Leben, dass es Gott gibt und dass Jesus lebt. Er ist mir nahe. Ich erfahre seine Hilfe. Ich sehe ihn nicht mit meinen Augen. Aber mit dem Herzen weiß ich: Er ist da!

 

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