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Die Welt des Gebets

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 7. Sonntag der Osterzeit, 5. Juni 2011  (Joh 17,1-11a)

05.06.2011
© archiv

Eintauchen ins Gebet! Still werden vor Gott! Innere Zwiesprache mit dem Unsichtbaren, dem Gegenwärtigen!  Mich berührt es besonders, Kinder beim Beten zu erleben. Oder auch die stillen Beter in der Eligiuskapelle im Stephansdom, in Anbetung versunken. Oder auch Beter anderer Religionen: Juden an der „Klagemauer“ in Jerusalem. Muslime in der Moschee.

 

Wie muss es erst gewesen sein, Jesus beim Beten zu erleben! Das war seine innerste Welt, seine tiefe Quelle, aus der er geschöpft hat. Oft sahen ihn seine Jünger sich zurückziehen in die Einsamkeit, auf die Stille eines Berges, für lange Stunden der Nacht. Da ahnten sie etwas von seinem Innenleben, von einer unvergleichlichen Verbundenheit mit Gott, den er in seiner aramäischen Muttersprache „Abba“ nannte, „lieber Vater“. Fast wage ich zu übersetzen: „Papa“!

 

Meist blieb der Inhalt seines Betens vor den anderen verborgen. Das war sein Geheimnis. Einzelne Worte seines Betens haben die Evangelien aufbewahrt, vor allem die knappen Gebete am Kreuz, wie etwa die so bewegende Bitte für die, die ihn ans Kreuz gebracht haben: „Vater, vergibt ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.

 

Ein einziges langes Gebet Jesu ist uns näher überliefert. Es ist wie sein Testament. Im Abendmahlsaal, beim Abschiedsmahl, wenige Stunden vor seiner Verhaftung, betet Jesus für die Seinen. Er tut das, was sterbende Eltern tun: Er betet für die Seinen. Er wird sich nicht mehr direkt um sie kümmern können. Er lässt sie los und legt sie in Gottes Hand.

 

Aber zuvor spricht er zu Gott seinem Vater, ganz persönlich. Er lässt uns in sein Herz blicken, in sein Innerstes: „Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war“.

 

Gott ist jedem Menschen nahe, viel näher als wir es ahnen können. Aber mit Jesus verbindet Gott mehr: „Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein“. Im Gebet können wir Gott nahe sein. Jesus ist mit Ihm eins.  Er ist wirklich Gottes Sohn, „eines Wesens mit dem Vater“, wie es im Glaubensbekenntnis heißt.

 

Was Jesu innerstes Geheimnis ist, das will er nicht für sich behalten. Er will möglich viele an seinem Leben teilhaben lassen. Sein Leben ist ewiges, unzerstörbares Leben. Daran will er uns Anteil geben: „damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.“

 

Was ist „das ewige Leben?“ Nicht eine endlos lange Zeit, sondern ein ganz erfülltes Leben: „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ „Erkennen“ heißt hier: verbunden sein. Leben heißt: verbunden sein mit denen, die wir lieben. Volles Leben heißt: mit dem Quell des Lebens verbunden sein: mit Gott. Beten ist wie Trinken an der Quelle. Wer betet, der lebt!

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