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Vom Mut, Fehler zu benennen

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium für den 22. Sonntag im Jahreskreis, 4. September 2011 (Mt 18,15-20)

04.09.2011
© archiv

Man nennt dieses Kapitel 18 des Matthäusevangeliums auch die „Gemeinderegel“. Es geht um Grundregeln des Zusammenlebens. Sie passen nicht nur für die christliche Gemeinde, sondern ganz allgemein für unser zwischenmenschliches Verhalten. Nur wollte Jesus, dass sie unter Christen vorbildlich eingehalten und gelebt werden. Und nicht ganz zu Unrecht wird es den Christen besonders vorgehalten, wenn sie gegen diese Regeln verstoßen.

 

Heute geht es um Fragen der gegenseitigen Zurechtweisung, nächsten Sonntag um das gegenseitige Verzeihen, beides ganz grundlegende Dinge im menschlichen Zusammenleben. Wie schwer tun wir uns, jemanden persönlich und direkt auf einen Fehler hinzuweisen, eine Verfehlung zu benennen! Wie leicht tun wir uns, über eben diese Fehler mit anderen zu reden! Und leider allzu oft mit Menschen, die das gar nichts angeht.

 

Meist erfährt der eigentlich betroffene als Letzter von unserer Kritik. Es gehört Mut dazu, persönlich, von Angesicht zu Angesicht, einen Anderen auf seine Fehler hinzuweisen.

 

Warum fällt uns das so schwer? Vielleicht weil wir uns bewusst sind, selber Fehler zu haben. Aber dann müssten wir erst recht vorsichtig sein, über die Fehler anderer zu sprechen. Wir müssten uns sagen: wahrscheinlich reden auch die Anderen über meine Fehler, mir gegenüber sagen sie aber nichts.

 

Vielleicht liegt es auch daran, dass das persönliche Gespräch viel mehr Mut erfordert. Genau das aber erwartet Jesus von uns: Traue dich, deinem Nächsten zu sagen, was er falsch macht! Aber tue es unter vier Augen und schweig vorerst anderen gegenüber! Es ist für den anderen viel leichter, einen Fehler, ja  eine Sünde zuzugeben, wenn sie nicht nach allen Richtungen hinausposaunt wurde. Den Mut findest du, wenn es dir wirklich darum geht, dem anderen zu helfen, und nicht ihn bloß zu stellen. Dies Art von Kritik unter vier Augen ist ein Werk der Liebe, und nur so kann es für den Anderen eine Chance zum Neuanfang geben.

 

Jesus hat aber auch die Möglichkeit gesehen, dass der Betroffene seinen Fehler nicht einsieht. Auch jetzt soll noch nicht lauthals und öffentlich kritisiert werden, sondern es sollen nur ein, zwei Erfahrene beigezogen werden, um zur Umkehr zu ermutigen. Erst wenn das nicht hilft, „dann sag es der Gemeinde“ – und nicht den Medien! Immer noch soll in der Gemeinschaft nach einem Ausweg gesucht werden. Erst wenn all diese Schritte nichts fruchten, dann sollt ihr an einen Ausschluss denken, weil der Bruder, die Schwester sich selbst außerhalb der Gemeinschaft gestellt haben.

 

Diese so einfache und klare Regel hat eine wichtige, gewichtige Folge: Jesus sagt es: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Wieviel schöner ist das Zusammenleben nach dieser Regel! Da ist Gott uns nahe!

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