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Marias Reformprogramm für Österreich

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel, 15. August 2012 (Lk 1,39-56)

15.08.2012
© archiv

Der „Große Frauentag“, wie er auch  genannt wird, der 15. August, das „Fest der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel“, kurz „Maria Himmelfahrt“ – was bedeutet dieses Fest? Was gibt es zu feiern? Wer genauer hinschaut, findet reichlich Gründe, heute zu feiern. Ich versuche, aufzulisten, was mir an diesem Fest wichtig ist, für Österreich!

 

Da ist zuerst der Sieg einer Frau über den Tod. Was gibt es Erfreulicheres als die Geburt eines Kindes? Früher sprach man von „Kindersegen“. Doch steht am Ende jedes neuen Lebens der Tod. Wo bleibt da der Segen, wenn über allem Leben der Fluch des Todes schwebt?

 

Im Evangelium von der „Heimsuchung“, vom Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth, begegnen einander die beiden schwangeren Frauen voll Freude. Beide sind „guter Hoffnung“. Und Elisabeth begrüßt Maria mit diesem schönen Gruß: „Du bist mehr gesegnet als alle Frauen. Und die Frucht Deines Leibes ist gesegnet.“.

 

Für mich heißt das heutige Fest: der Leib, der eine so gesegnete Frucht getragen, geboren, gestillt, großgezogen hat, kann nicht dem Tod verfallen sein. Natürlich sterben unsere Mütter, die uns das Leben geschenkt haben, einmal. Aber ich denke, dass ein Leib, der neuem Leben Raum gegeben hat, letztlich auch nicht im Tod bleiben kann. Ich glaube an die Auferstehung des Leibes. Das wird mir in Maria deutlich, die Christus, den Geber des Lebens, geboren hat. Ich verstehe die einfache Frau aus dem Volk, die Jesus einmal zugerufen hat: „Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich genährt hat.“ Das ist für mich der erste Sinn des heutigen Festes.

 

Der zweite ist sehr aktuell, wirklich ein Reformprogramm wie Österreich es braucht. Es ist in dem Danklied enthalten, das Maria gesungen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Maria diese Worte nur gesprochen hat. Viele große Meister der Musik haben ihr Lied vertont: das Magnificat, so genannt nach seinen ersten Worten: „Meine Seele preist die Größe des Herrn.“

 

Eine Frau, die keine Macht hat, kein Vermögen, keine Berühmtheit, besingt die Macht und Größe Gottes, der nicht auf irdische Größe schaut, sondern der sich der Kleinen erbarmt, und der die Demütigen groß macht. In ihrem Lied verweist Maria alle, die sich in dieser Welt groß und wichtig machen, auf ihren Platz. Ihr Lied ist wirklich umstürzend: „Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“

 

In Zeiten wie diesen bekommt das Magnificat einen besonderen Klang. „Hochmut kommt vor dem Fall“, sagt das Sprichwort, und Maria preist Gott dafür, dass er die hochmütigen Herzen „auffliegen“ lässt. Die ihre Macht Missbrauchenden lässt Gott straucheln, sodass sie von ihren selbstgemachten Thronen stürzen. Und die Reichen, die immer noch mehr wollen, lässt Gott leer ausgehen, weil sie nichts von allem, was sie angesammelt haben, einmal mitnehmen können.

 

In einem von Krisen und Skandalen heimgesuchten Österreich tut es gut, auf Maria, die Schutzfrau Österreichs zu schauen, und ihr mutiges Lied zu singen, das Reformprogramm, das wir brauchen und das uns wirklich hilft. 

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