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Wollt auch ihr weggehen?

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 21. Sonntag im Jahreskreis, 26. August 2012 (Joh 6,60-69)

26.08.2012
© kathbild.at/rupprecht

Nach dem großen Zulauf das große Weglaufen? Nach dem Andrang der Massen der Massenabfall. Wie kam es zu dieser dramatischen Wende im Leben Jesu? Was hat er „falsch“ gemacht, dass ihn immer mehr Leute verließen, bis schließlich nur mehr eine kleine Schar von Frauen und Männern bei ihm war?

 

Wie war das damals? Wie ist das heute? Viele wenden sich heute von seiner Kirche ab. Verlassen sie damit auch Jesus? Oder sagen sie sich: Die Kirche, wie wir sie heute erleben, hat mit Jesus wenig zu tun? Kann man die damalige Situation überhaupt mit der heutigen vergleichen? Ist der heute in ganz Europa feststellbare Trend „weg von der Kirche“ deshalb schon ein Nein zu Christus?

 

Um darauf vielleicht eine Antwort zu finden, lade ich ein, zuerst die damalige Krise anzusehen, um dann zu fragen, ob sie mit der heutigen Ähnlichkeiten aufweist. Damals hat Jesus durch seine Rede in der Synagoge von Kapharnaum einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er hatte klar und deutlich gesagt: „Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ Und er hat klar gemacht, dass wir das Leben nur in uns haben, wenn wir sein Fleisch und sein Blut zu uns nehmen.

 

„Wer kann das anhören?“ – so reagieren seine eigenen Jünger empört und ziehen sich scharenweise von ihm zurück. Warum finden sie Jesu Worte unerträglich? Sicher weil es ja wirklich anstößig klingt, dass Jesus sein Fleisch und sein Blut als Nahrung und Trank geben will. Ich glaube, hinter der Empörung der Leute und selbst der Jünger Jesu steht aber auch etwas anderes: Die Enttäuschung, dass Jesus ihre Erwartungen nicht erfüllt hat. Sie fühlen sich um ihre Hoffnung betrogen, und das macht sie wütend und führt zu ihrer Abwendung.

 

Sie hatten sehr „irdische“, sehr weltliche Hoffnungen, und da Jesus diese offensichtlich nicht zu erfüllen bereit war, entlud sich die Enttäuschung in Zorn und Abwendung. Sie hofften auf einen „starken Mann“, auf bessere Zeiten, auf einen, der ihr Leben verbessert, die Verhältnisse ändert, das Land von den Römern befreit, und die Menschen von Leid und Krankheit.

 

Stattdessen sprach Jesus von einem anderen, neuen Leben, das nicht materiellen Wohlstand sondern ein sinnerfülltes Dasein verhieß. Er redete von Umkehr und Vergebung, von Leid und Kreuz, von Versöhnung und Barmherzigkeit. Vielen war das zu wenig handgreiflich, zu wenig nützlich und praktisch. Irgendwie zu fromm. Und so gingen sie weg, anfangs einige, schließlich scharenweise.

 

Ist das mit heute vergleichbar? Ja und nein! Die heutige Abkehrbewegung gilt meist der Kirche, nicht Jesus direkt. Und doch ist auch heute die Abwendung von der Religion oft damit verbunden, dass sie nicht das zu bringen scheint, was viele sich vom Leben erwarten. Und so fragt Jesus heute wie damals: „Wollt auch ihr weggehen?“ Wie Petrus antworten Menschen auch heute: „Zu wem sollten wir gehen?“ Wir haben viele Wege versucht. Nirgendwo haben wir gefunden, was nur du uns geben kannst. Einen Besseren fanden wir nirgendwo.

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