Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Karrierestreben und Machtmissbrauch

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 29. Sonntag im Jahreskreis, 21. Oktober 2012 (Mk 10,35-45)

21.10.2012
© archiv

Was bewog die zwei, Jakobus und Johannes, besondere Plätze im kommenden Königreich Jesu zu erbitten? War es Karrierestreben? Verlangen nach Macht? Nach besonders guten Posten? Die Plätze rechts und links vom König waren zweifelslos damals die höchsten Ehrenplätze, die einflussreichsten Stellungen. Der Evangelist Matthäus berichtet, die Mutter der beiden habe Jesus diese Bitte vorgetragen. Das macht die Sache noch verständlicher: Welche Mutter wünscht sich nicht, dass ihre "Buben" Karriere machen, im Leben erfolgreich sind?

 

Karriere machen: Das ist bis heute ein starker Antrieb im Leben. Erfolg im Beruf, im Leben gehört zu den mächtigsten Zielen, die uns antreiben. Ohne ein solches Streben gibt es keine erfolgreichen Sportler, keine wirtschaftliche oder politische Karriere. Und auch in der Kirche fehlt es nicht an Karrieredenken. Das zeigt schon die heutige Szene aus dem Leben der Apostel.

 

Manche Psychologen sagen, der stärkste Antrieb zum Karrieremachen sei das Streben nach Macht. Selber bestimmen und nicht von anderen bestimmt werden, herrschen und nicht beherrscht werden: Das sei der Grund, warum so viel nach Macht gegiert werde. Hat dieses Verlangen auch die beiden Apostel bewogen Jesus um "Machtpositionen" zu bitten?

 

Erstaunlich ist, dass Jesus dieses Karrierestreben nicht einfach verurteilt. Ganz nüchtern sagt er nur: "Ihr wisst nicht, um was ihr da bietet." Jakobus und Johannes sehen nur den Glanz der Macht. Noch haben sie nicht verstanden, dass damit auch eine Bürde verbunden ist. Viele, die nach Macht, Erfolg, Aufstieg streben, meinen, dass es "oben" dann ganz leicht und schön sein wird. Sie ahnen meist nicht, dass das viele unerwartete Lasten, Sorgen und Konflikte mit sich bringt. Und viel Neid und Eifersucht, Gerangel und Streit.

 

Jesus zeigt ihnen geduldig, was es heißt, an Seiner Macht Anteil zu bekommen. Wer mit Ihm herrschen will, muss seinen Becher trinken und seine Taufe empfangen. Mit diesen beiden Bildern spricht Jesus von dem, was seine "Karriere" ausmacht: Den Becher des Leidens und die Taufe des Todes annehmen. In ihrer jugendlichen Begeisterung sagen sie Ja zu Jesu "Karriereweg". Und tatsächlich haben sie für Ihn und Sein Evangelium später ihr Leben gegeben.

 

Die Eifersucht der anderen konnte nicht ausbleiben. Die zehn anderen Apostel regen sich darüber auf, dass die beiden sich bei Jesus wichtigmachen und besondere Posten wollen. Wie menschlich, allzu menschlich ging es schon unter den Aposteln zu. Mich wundert es nicht, dass es in der Kirche bis heute oft "menschelt".

 

Aber dabei soll, ja darf es nicht bleiben: "Bei euch soll es nicht so sein!" Was Jesus als Regel für seine Kirche formuliert, gilt im Grunde für alle, die irgendwie Macht haben: Sie dient dazu, anderen zu dienen. Tut sie das nicht, dann nennen wir das "Machtmissbrauch". Und der ist arg, wo immer er geschieht.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen