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Zeig mir deine Wunden

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 2. Sonntag der Osterzeit, (Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, Weißer Sonntag) 7. April 2013, (Joh 20,19-31)

07.04.2013
© BilderBox

Wenn ich nicht seine Wunden sehe und sie berühren kann, dann glaube ich nicht! So sagt Thomas, der Apostel, der nicht dabei war, als vor einer Woche, am Ostertag, Jesus den Jüngern erschienen war. Thomas möchte gerne glauben, dass das wahr ist, was die anderen ihm sagen: Dass Jesus auferstanden ist, dass er lebt, dass er ihnen erschienen ist und mit ihnen gesprochen hat.

 

Thomas ist für uns ein Segen. Sein Zweifel hilft uns. Er will sehen, berühren, will im wörtlichen Sinn be-greifen, greifbar erleben, dass das kein Traum ist, kein Hirngespinst von traurigen, enttäuschten Leuten, die ihren geliebten Meister verloren haben. Um glauben zu können, will er sehen. Und darin ist er uns ganz nahe. Denn auch wir wollen etwas Greifbares in der Hand haben, das uns die Sicherheit gibt: Was du da glaubst, das stimmt, das ist wirklich so.

 

Wieso aber will Thomas als Beweis dafür, dass Jesus lebt, seine Wunden berühren? Er will die Finger in die Wundmale der Nägel an seinen Händen und in die große Seitenwunde seiner Brust legen, in die Herzwunde, die der Soldat ihm zugefügt hatte, der mit diesem brutalen Stich überprüfen wollte, ob Jesus wirklich schon tot sei.

 

Warum will Thomas Jesu Wunden berühren? Weil er nur so sicher ist, dass es wirklich Jesus ist, der, den sie vor drei Tagen ans Kreuz genagelt hatte. Wenn er wirklich auferstanden ist, dann muss man doch noch die Wunden an ihm sehen. Und als Jesus acht Tage später, heute, wieder den Aposteln erscheint, zeigt er als erstes dem Thomas seine Wunden an den Händen und an der Seite. Und Thomas erkennt ihn, und er bekennt: "Mein Herr und mein Gott!"

 

Zeigen wir einander unsere Wunden? Wir kennen einander erst wirklich, wenn wir auch unsere Wunden kennen. Aber heute ist es doch üblich, nur "den starken Mann" zu zeigen, die "topfite" Frau. Gesund, schön, erfolgreich, so müssen wir vor einander erscheinen. Aber das ist nur Schein. Und der trügt bekanntlich. Keiner von uns ist ohne Wunden. Alle haben wir Narben, Spuren früherer Verletzungen. Erst wenn wir auch diese Seite unseres Lebens zeigen dürfen, kommt es zur wirklichen Begegnung.

 

Jesus hat sich nicht gescheut, seine Verwundbarkeit zu zeigen. Er lässt sich berühren. Thomas darf seine Finger in Jesu Wunde legen. Wenn wir die Finger auf die Wunde eines anderen legen, ist es oft um anzuklagen oder bloßzustellen. Jesus lässt seine Wunden berühren, damit wir unsere eigenen Wunden annehmen können. Dadurch werden wir barmherziger, zugänglicher, menschlicher. "Durch die Fenster der Verwundbarkeit ist mehr voneinander zu sehen und sieht die Welt anders aus", schreibt einmal Veronika Prüller-Jagenteufel. Jesus will uns diesen anderen Blick auf einander schenken.

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