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Stärker als Leid und Tod

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am 5. Sonntag der Osterzeit, 28. April 2013 (Joh 13,31-33a.34-35)

28.04.2013
© archiv

Wie seltsam! Gerade wenn es anfängt, allen wirklich schlecht zu gehen, sagt Jesus: Jetzt wird es herrlich! Jesus stellt wirklich unsere Vorstellungen ganz auf den Kopf. Nach unseren menschlichen Maßstäben ist das, was jetzt auf Jesus zukommt, alles andere als herrlich. Und gerade da sagt er in unüberhörbarer Freude und Gewissheit: Jetzt werde ich verherrlicht! Wie ist das zu verstehen?

 

Das heutige Evangelium spielt im Abendmahlssaal in Jerusalem, in dem "Obergemach", in dem Jesus mit seinem engsten Kreis das Osterlamm isst, das Pessach-Fest feiert. Judas hat bereits den Obrigkeiten versprochen, ihnen zu verraten, wo sie Jesus finden und festnehmen können. Eben ist er hinausgegangen in die Nacht, um seinen Plan auszuführen. Jesus weiß, was Judas vorhat und was nun folgen wird: Der Verrat, die Festnahme, der qualvolle Tod…

 

Und in diesem Moment ("Jetzt!"), so sagt er, sei er, Jesus, der "Menschensohn", verherrlicht, und Gott in ihm. Wie ist das zu verstehen? Ich denke, wir machen meist das Gegenteil. Wenn etwas Schweres auf uns zukommt, sehen wir nur das Problem, das Leid, das Niederdrückende. Es verstellt uns die Sicht wie ein hoher Berg, unüberwindlich steht er vor uns: Eine Operation, ein Verlust, eine schwere Prüfung.

 

Wie macht es Jesus, gerade nicht niedergeschlagen zu sein, nicht vor dem bevorstehenden Leiden zu verzagen? Ist sein Geheimnis nicht darin begründet, dass er über das gegenwärtige Leid hinaus auf das blickt, was danach Positives geschieht? Er sieht jetzt schon das Gute, das Gott durch sein Leiden bewirken wird. Er hat dieses totale Vertrauen, dass alles gut werden wird, auch wenn jetzt zuerst einmal die dunkle Nacht der Prüfung und des großen Leidens anbricht.

 

Ich frage mich oft, wie es möglich ist, zu einer solchen Haltung zu kommen. Woher nimmt Jesus dieses Gottvertrauen? Ich glaube, er gibt selber im heutigen Evangelium eine Antwort. Er nennt es "das neue Gebot", und es lautet einfach: "Liebt einander!"

Wer in der Liebe geborgen ist, für den verliert das Leid viel von seinem Schrecken. Wer liebt und geliebt wird, ist nicht alleine. Kreuz und Leid sind unerträglich für den, der sich ganz alleine glaubt. Die Liebe kann das Leid nicht vermeiden, aber sie macht es erträglich. Weh dem, der niemanden hat, um das Leid zu teilen und gemeinsam zu tragen.

 

Daran, so sagt Jesus, werde man seine Jünger erkennen, dass sie einander lieben. Umso abstoßender ist es, wenn Menschen, die sich als Jünger Jesu bezeichnen, einander hassen und einander schlecht machen. Schlimm genug, dass das so oft geschieht. Umso schöner, wo es nicht geschieht, wo gegenseitiges Wohlwollen und Güte herrschen.

 

Jesus ist auf viel Ablehnung und Hass gestoßen. Der Verrat muss ihn tief verletzt haben. Das Wissen um die bevorstehende Kreuzesqual muss menschlich gesehen schrecklich gewesen sein. Dass er in dem Moment, da alles das auf ihn zukommt, fast jubelnd sagt: Gott werde jetzt verherrlicht. Das kann ich nur so verstehen: Er wusste, dass die Liebe siegen wird!

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