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Das Leben ist stärker

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, zum Fest Maria Himmefahrt, am 15. August. (Offenbarung des Johannes 11,19a; 12,1-6a.10ab)

15.08.2014
© Gottesmutter Maria/kathbild.at,rupprecht

Von "apokalyptisch" sprechen wir, wenn Ereignisse unvorstellbar schreckliche Ausmaße annehmen. Naturkatastrophen wie der Tsunami von 2004, aber auch die beiden Weltkriege werden mit dem Wort "apokalyptisch" in Verbindung gebracht. Dieses Wort bezieht sich wiederum auf den Namen des letzten Buches der Bibel, auf "Die Apokalypse des Johannes", auch "Geheime Offenbarung" oder einfach "Offenbarung des Johannes" genannt. Denn wörtlich heißt "Apokalypse" einfach "Offenbarung".

 

In diesem Buch sind jene "Offenbarungen" aufgezeichnet, die der Apostel Johannes schaute, als er sich gegen Ende des 1. Jahrhunderts auf der Insel Patmos in der Verbannung aufhielt. Manches von dem, was der damals schon betagte Johannes sah, ist wirklich "apokalyptisch". Da ist von großen kosmischen Katastrophen die Rede, vom Herabstürzen der Gestirne, von der Verfinsterung der Sonne, von gewaltigen Erd- und Meerbeben. Besonders eingeprägt haben sich die Bilder von den vier "apokalyptischen Reitern" auf ihren Rossen, in deren Gefolge die Schrecken von Pest, Krieg, Hunger und Tod die Menschheit heimsuchen.

 

Zum Fest "Maria Himmelfahrt" liest die Kirche eine andere Vision des Johannes vor. Zwei gewaltige Zeichen schaut der Seher von Patmos: "Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, der Mond zu ihren Füßen, ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt". Und das andere Zeichen: "Ein Drache, groß und feuerrot". Der Drache bedroht die Frau und ihr Kind, das sie gebären soll.

 

Zwischen beiden "Zeichen am Himmel" findet also ein Kampf auf Leben und Tod statt. "Apokalyptisch" ist dieser Kampf, denn es geht ums Ganze und ums Letzte. Wer wird siegen? Der Drache, der die Macht des Bösen und des Todes darstellt, oder die Frau, die das Leben in ihrem Schoß trägt, und damit die Zukunft, die Hoffnung? Der Drache ist unvergleichlich stärker als die Frau. Er ist gewaltig und gewalttätig, mit kosmischen Kräften ausgerüstet. Was kann die schwangere Frau gegen diese geballte Macht der Zerstörung tun? Gott schafft ihr in der Wüste einen Zufluchtsort. Dort ist sie beschützt. Ihr Kind ist bei Gott geborgen. Trotz aller Gewalt kann der Drache sie nicht überwältigen.

 

Was bedeuten diese wahrhaft "apokalyptischen" Bilder? Sie wollen genau das Gegenteil von dem, was Horrorfilme erzeugen sollen. Nicht um Angst geht es, sondern um Trost. Die "Offenbarung des Johannes" ist ein "Trostbuch" in apokalyptischen Zeiten. Es ist kein Zufall, dass es besonders in bedrängten Zeiten viel gelesen wird. Denn seine Botschaft ist klar: Nicht die Mächte der Zerstörung werden siegen, sondern die scheinbar so schwache schwangere Frau. Gott wird ihr beistehen, sie beschützen, samt ihrem Kind.

In dieser Frau sehen wir Maria, und in ihrem Kind Jesus. Heute feiert die Kirche ihren Sieg. Sie hat keine Waffen, keine Militär- oder Wirtschaftsmacht. Auf ihrer Seite aber ist das Leben. Und dieses wird, Gott sei Dank, immer stärker sein als alle todbringenden Gewalten. Am Fest Maria Himmelfahrt geht es um diese große Hoffnung: Der Tod, der einmal alles Leben trifft und beendet, konnte Maria nicht besiegen. Mit ihrem Kind, mit Jesus, ist sie ganz bei Gott, mit Leib und Seele.

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