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Freude am Weinberg

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 5. Oktober 2014. (Matthäus 21,33-44)

30.09.2014
© Weinbergl / kathbild.at/Rupprecht

Die Liebe zum eigenen Weinberg! Viele Menschen in unserem Land verstehen das. Es ist eine schöne, befriedigende Arbeit, den eigenen Weingarten zu hegen und zu pflegen. Die Bibel kennt diese Liebe und spricht oft davon. Heute zum Beispiel wird im Gottesdienst eine Stelle aus dem Propheten Jesaja gelesen. Es heißt da:  „Ich will ein Lied singen von meinem geliebten Freund, ein Lied vom Weinberg meines Liebsten. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit den edelsten Reben. Dann hoffte er, dass der Weinberg Trauben brächte, doch er brachte nur saure Trauben."

 

An diesem Bild knüpft Jesus an. Es bekommt aber bei ihm eine viel dramatischere Wendung. Es wird ein Geschehen voller Grausamkeit und Gewalt. Die Winzer, die Weinbergpächter verhalten sich wie rücksichtslose Verbrecher. Sie verprügeln, ja sie töten die Knechte des Weinbergbesitzers. Als dieser schließlich seinen eigenen Sohn schickt, um den ihm zustehenden Anteil der Ernte abzuholen, bringen sie sogar ihn um.

 

Jesu Zuhörer haben verstanden: Von ihnen ist die Rede! Angesprochen ist das Volk, zu dem Jesus sich gesandt weiß: seines, das jüdische Volk. Und um die Ablehnung  Jesu durch sein Volk geht es. Gott hat es als seinen geliebten Weinberg gepflanzt. Doch statt süßer Trauben brachte es ihm nur saure Beeren. Gott sandte ihm seine Knechte, das heißt die Propheten. Doch statt auf sie zu hören, wurden sie  verachtet und getötet. Und nun ist das Maß voll: Jesus selber, der Sohn Gottes, wird abgelehnt – und umgebracht!

 

Diese dramatische Geschichte hat eine tragische Nachgeschichte. Allzuoft haben die Christen daraus gelesen: Die Juden haben Jesus, den Sohn Gottes verworfen. Deshalb wurden sie von Gott verworfen. Die Kirche trat an die Stelle der Synagoge. Die Christen haben den Weinberg des Herrn anvertraut bekomme, den Gott den Juden weggenommen hat. So manche Judenverfolgungen wurden damit gerechtfertigt. Wie viel Leid haben Christen dadurch über Juden gebracht!

 

Das Evangelium spricht aber nie nur über die Vergangenheit. Jesus spricht die Menschen unserer Zeit an. Die Geschichte vom Weinberg und den sauren Beeren, von den bösen Pächtern und ihren Taten spielt sich jetzt ab.

 

Nehmen wir also an: Der Weinberg ist die Kirche. Bringt er die Frucht, die Gott sich von ihr erwartet? Benehmen wir Christen uns nicht zu oft wie diese Knechte im Gleichnis Jesu? Sicher, es gibt wunderbare Menschen unter den Christen, große Vorbilder, die gute Früchte bringen. Aber wie oft werden sie in den eigenen Reihen  verkannt, verfolgt, verachtet. Das Leben der Heiligen ist reich an Leiden durch die eigene Kirche.

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