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Gedanken zum Evangelium: Die Zeit ist kurz

Von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 25. Jänner 2015. (Markus 1,14-20)

23.01.2015
© Uhr/Bilderbox.com

Diese knappen Worte stehen in dem Abschnitt aus den Briefen des Apostels Paulus, der heute im Gottesdienst verlesen wird. „Die Zeit ist kurz.“ Was meint er damit? Spricht er hier die Erfahrung an, die vielen vertraut ist: Dass die Zeit schnell vergeht? Ja, wie schnell ist eine Woche, ein Monat herum! Je älter ich werde, desto mehr kann ich dieses Wort unterschreiben: Die Zeit ist kurz.

 

Das Leben ist kurz. Diesen Eindruck habe ich im Rückblick auf sieben Lebensjahrzehnte. Wie schnell sind sie vergangen! Auch wenn viele Menschen heute ein nie dagewesenes hohes Alter erreichen, wie oft sagen sie im Rückblick: Die Zeit war kurz!  Sie ist schnell vergangen!

 

Der Apostel Paulus fügt ein zweites knappes Wort hinzu: „Die Gestalt dieser Welt vergeht.“ Meint er damit „den Weltuntergang“? Gewiss, einmal wird auch diese Welt vergehen. Aber er spricht eher eine andere Erfahrung an: Alles in dieser Welt ist vergänglich. Nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch unsere Umwelt, unsere Gesellschaft, alles verändert sich. Altes vergeht, Neues kommt. Wo gibt es noch die Welt unserer Kinderzeit, so wie sie damals war? Die Erfahrung der Vergänglichkeit gehört zum Leben. Aber ist das alles? Bleibt von der knappen Zeit unseres Lebens nur der bittere Beigeschmack, dass nichts Bestand hat?

 

Das heutige Evangelium klingt ganz anders. Jesus beginnt sein öffentliches Wirken als Dreißigjähriger mit einer großen Ankündigung: „Die Zeit ist erfüllt! Das Reich Gottes ist nahe!“ Die Zeit rennt uns also nicht nur davon. Sie muss uns nicht zwischen den Fingern zerrinnen. Es gibt auch eine „erfüllte Zeit“. Was ist das? Welche Erfahrung spricht Jesus da an?

 

Das Erste, was mir dazu in den Sinn kommt, sind Worte wie: „Ich hatte ein erfülltes Leben!“ Oder: „Mein Leben erfüllt mich mit Dankbarkeit.“ Gewiss, die Zeit vergeht, und sie ist knapp. Aber sie muss nicht leer sein. Sie kann voller Leben sein, reich an Wertvollem, Kostbarem. Auch das Mühsame, Schwierige, durch das wir durch mussten, kann zu einem erfüllten Leben beitragen. Das sagt schon der Beter im Psalm 90 der Bibel: „Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, sind es achtzig. Das Beste daran ist nur Mühsal und Beschwer, rasch geht es vorbei.“

 

Ein erfülltes Leben, trotz und mit so manchem Leid, das gibt es, auch wenn es schnell vergeht. Aber Jesus spricht noch von einer anderen „erfüllten Zeit“: Von der Nähe des Reiches Gottes. Was meint er damit? Ich glaube, es ist die Erfahrung, dass Gott mitten in unserem vergänglichen, dahineilenden Leben gegenwärtig ist. Und diese Erfahrung macht die Zeit ganz lebendig und erfüllt.

 

Das dürften die Menschen erlebt haben, die damals als erste von Jesus gerufen wurden, seinem Ruf gefolgt sind und sich mit ihm auf den Weg gemacht haben. Es war nur eine kurze Zeit, höchstens drei Jahre, die sie mit ihm verbrachten. Aber wie tief hat sich ihnen diese Zeit eingeprägt! Ein Petrus und sein Bruder Andreas, ein Jakobus und sein Bruder Johannes, können uns zeigen: Ein Leben, das sich mit Jesus auf den Weg macht, ist eine wunderbar erfüllte Zeit, egal, ob es lange oder nur kurz dauert.

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