Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Gedanken zum Evangelium: Mehr als ein großes Vermögen

Gedanken zum Evangelium, von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 17. Mai 2015. (Johannes 17,6a.11b-19)

13.05.2015
Testament
© Bilderbox.com
Testament

Es ist schon 49 Jahre her: Udo Jürgens gewann 1966 mit "Merci Chérie" den Song Contest für Österreich. Das war der Beginn seiner unglaublichen Karriere, die ihn zu einem sehr reichen Mann gemacht hat. Heute, ein halbes Jahr nach seinem Tod, lesen wir von einem Erbschaftsstreit um seine Hinterlassenschaft. Obwohl Udo Jürgens ein Testament gemacht hat, in dem er genau darlegt, was sein letzter Wille ist. Doch in welchem Geist, in welcher Haltung die Erben mit dem Erbe und miteinander umgehen – das lässt sich eben nicht testamentarisch festlegen.

 

Jesus hat kein Testament geschrieben. Aber seine letzten Wünsche sind uns überliefert. Sie stehen im Abschnitt des Johannesevangeliums, der heute gelesen wird. Jesus hatte nichts Materielles zu vererben. Er besaß, als er in Jerusalem vor dem Richter, vor Pontius Pilatus stand, gerade das Gewand, das er am Leib trug. Mehr war es nicht. Und auch das wurde ihm bei der Kreuzigung noch genommen.

 

Und doch hatte er mehr zu vererben als alle Reichtümer der Welt. Eben erst hatte er beim Abschiedsmahl seinen Jüngern gesagt: "Ich vermache euch mein Reich, wie mir es mein Vater vermacht hat." Er hat sie zu Erben seines Reiches gemacht, hat aber gleich dazu gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Aber sie sollen sein Reich schon in dieser Welt aufbauen. Sie sollen kein weltliches Reich gründen, keinen "Gottesstaat", von dem heute manche Gewalttägige träumen.

 

Die "Ausrüstung" für ihre Aufgabe erbittet Jesus von Gott. Seine Bitten sind durchaus vergleichbar mit dem, was eine sterbende Mutter für ihre Kinder erbittet. Sie weiß, dass sie sie nach ihrem Tod nicht mehr direkt behüten kann. Aber sie vertraut, dass Gott ihre Kinder nicht verlässt, auch wenn die Mutter sie loslassen muss. Jesu Gebet für die Seinen, die er jetzt zurücklässt, ist sein eigenstes Testament für sie.

 

Jesus "Testament" enthält vor allem vier Bitten, vier Gaben, die er vom Vater für sie erbittet. Das Erste und Wichtigste ist ihm: Bewahre ihnen ihre Einheit. Schau, dass sie untereinander eins bleiben. Wie oft ist das die Sorge der Eltern, dass ihre Kinder sich nicht zerstreiten, das "sie eins sind wie wir". Wie schön, wenn Eltern so ein Vorbild der Einheit gegeben haben. Jesus hat ihnen vorgelebt, was es heißt, mit Gott wirklich eins zu sein, und so auch untereinander.

 

Als Zweites erbittet er ihnen, dass sie die Freude so stark haben wie Jesus Freude im Herzen hatte. Wir stellen uns Jesus oft so ernst und streng vor. Er selber hat eben immer wieder von seiner Freude gesprochen. Was haben wir aus diesem seinem Erbe gemacht? "Freude in Fülle" hatte er uns erbeten, und so oft herrschen Missmut und Freudlosigkeit unter uns!

Als Drittes hat Jesus gebeten, dass Gott die Seinen vor dem Bösen bewahrt. Eltern können oft diese Bitte gut verstehen. Jesus will uns nicht aus dieser Welt herausnehmen. Aber er bitte um Schutz vor den vielen Formen des Bösen, die uns bedrohen.

 

Und schließlich bittet Jesus, Gott möge die Seinen "in der Wahrheit heiligen". Ich verstehe das so: Jesus bittet Gott, dass die Seinen in der Wahrheit leben, ehrlich und gerade. Dafür hat Jesus selber sein Leben eingesetzt und hingegeben.

 

Wenn wir dieses Testament Jesu mit Gottes Hilfe leben, dann haben wir mehr und Kostbareres geerbt als ein großes Vermögen.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen