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Gedanken zum Evangelium: Vom Gelingen und Scheitern der Ehe

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am Sonntag, 4. Oktober  2015. (Markus 10,2-16)

02.10.2015
Jesus bei der Hochzeit zu Kana
© kathbild.at,rupprecht
Jesus bei der Hochzeit zu Kana

Heute beginnt in Rom die Synode über Ehe und Familie. Und gerade heute hören wir die Stelle im Evangelium, um die es immer wieder geht: Ist die Ehescheidung erlaubt? Was sagt Jesus dazu? Was sagt die Kirche dazu? Wie sollte es sein? Und wie ist es so oft in der Wirklichkeit? Heiße Diskussionen im Vorfeld der Synode!

 

Eines ist sicher: Kein Papst, keine Bischofssynode kann jemals die Worte und die Lehre Jesu aufheben. Denn für die Christen ist das Wort Christi maßgebend. Und dieses ist nun einmal so klar und deutlich, dass schon damals Jesu Jünger ihre Schwierigkeiten hatten, damit zurecht zu kommen: „Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten“, meinten einige Apostel. Und heute folgern viele daraus, dass es klüger ist, erst gar nicht zu heiraten, sondern ohne Trauschein zusammenzuleben. Dann tut vielleicht das Scheitern der Beziehung weniger weh.

 

Dass die Ehe scheitern kann, das wusste die Menschheit seit eh und je. Und dass es in solchen Fällen auch einen Schutz für den schwächeren, schutzlosen Partner geben muss, dafür sollten die Scheidungsgesetze sorgen. Im Gesetz des Moses, im alten Judentum, war das der Zweck der Scheidungsurkunde. Sie sollte die entlassene Frau schützen und ihr die Möglichkeit einer neuen Eheschließung geben. Dahinter steht das Bemühen um Gerechtigkeit, denn meist war das Los der geschiedenen Frau schwer und leidvoll.

 

Jesus geht die Frage der Ehe viel grundlegender an. Er schaut auf das, was Gott ursprünglich mit der Ehe vorhatte: Mann und Frau sind füreinander geschaffen, und aus den beiden soll eines werden: „ein Fleisch“, ein Paar: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins“. Und das für immer, denn „was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“. Leuchtet das nicht ein? Jesus zeigt, warum die Ehe ein unlösbares Band bildet: Gott selbst hat diesen Bund geschlossen.

 

Und wenn es doch nicht klappt? Kein Ausweg in Sicht? Moses hat doch erlaubt, die Frau zu entlassen. Hat Jesus das verboten? Er leugnet nicht, dass es immer wieder Trennungen gibt. Aber er nennt auch die tiefste Ursache: „weil ihr so hartherzig seid!“ Ja, sicher, wenn wir alle geduldig, verständnisvoll, nicht nachtragend, gütig, liebevoll wären, gäbe es sicher sehr viel weniger Scheidungen.

 

Was aber, wenn es trotz allen Bemühens nicht gelingt, zusammenzubleiben? Hat Jesus dafür keinen Rat? Gibt es keinen Ausweg aus der Notsituation? Hier kommen die Kinder ins Spiel. Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran.“ Ich sehe darin auch die Bitte Jesu, auf die Kinder zu achten. Sie sind oft die ersten Opfer der Scheidung. Sie brauchen die Einheit der Eltern, um geborgen zu sein. Es ist hartherzig, wenn Eltern ihren Ehekrieg auf dem Rücken ihrer Kinder austragen. Was will Jesus von uns? Dass wir alle miteinander barmherziger sind, auch wenn die Ehe in Krise gerät oder gar zerbricht. Diese Botschaft erhoffe ich mir von der Synode, die heute beginnt.

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