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Gedanken zum Evangelium: Wer groß sein will…

Gedanken von Kardinal Schönborn zum Evangelium, 18. Oktober 2015 (Mk 10,35-45)

17.10.2015
Gedanken von Kardinal Schönborn zum Evangelium, 18. Oktober 2015 (Mk 10,35-45)
© kathbild.at/Rupprecht
Gedanken von Kardinal Schönborn zum Evangelium, 18. Oktober 2015 (Mk 10,35-45)

Groß sein wollen: Dieser Traum lebt in jedem Menschenherzen. Nicht alle träumen von derselben Größe. Alle aber haben wir die Hoffnung, es zu einer gewissen Größe zu bringen. Oder täusche ich mich? Schließe ich von mir auf andere? Eines scheint mir sicher: Wer wünscht sich schon, weniger zu sein als die anderen? Weniger schön, weniger erfolgreich, weniger gesund, weniger beliebt, weniger stark und einflussreich als andere?

 

Zu diesem Traum, groß zu sein, gehört es auch, sich selber mit anderen zu vergleichen. Ich glaube, das lässt sich ganz schwer vermeiden. Ich schaffe es sehr oft nicht, mich nicht mit anderen zu messen. Immer wieder gibt es Situationen, in denen ich mir besser vorkomme als andere, oder aber mit gewissem Neid, mit bisschen Eifersucht feststelle, dass andere mir etwas voraushaben.

 

Deshalb finde ich das heutige Evangelium so tröstlich. Denn es zeigt, dass auch die ersten Jünger Jesu mit diesen sehr menschlichen Schwächen zu kämpfen hatten. Jesus hat ihnen aber auch einen Weg gezeigt, wie sie – und wie auch wir – aus dieser Falle der Rivalität herauskommen können.

 

Zwei von den zwölf Aposteln fühlten sich Jesus besonders nahe. Die beiden Brüder Jakobus und Johannes gehörten zu den Ersten, die sich Jesus angeschlossen hatten. So war es nur zu verständlich, dass sie sich etwas einbildeten, „dem Chef“ so verbunden zu sein. In jeder menschlichen Gruppe gibt es diesen Wunsch, zum engsten Kreis, zu den Vertrauten, den Freunden des Chefs zu gehören. Dann fühlt man sich wichtiger als die anderen, hat mehr Einfluss, ist näher an der Macht.

 

Jesus lehnt diesen Wunsch nicht von vornherein ab. Er hat ja selber diese beiden Brüder immer wieder in seine Nähe geholt, zusammen mit einem anderen Brüderpaar, mit Petrus und Andreas. Hat er damit die Eifersucht der anderen gefördert? Das gibt es ja oft, dass „der Chef“ von sich aus gewisse Personen zu seinen Vertrauten macht. Provoziert er damit nicht selber den Neid der anderen?

 

„Ihr wisst nicht, um was ihr bittet“, sagt Jesus den beiden Brüdern, die sich von ihm eine besondere Stellung erhoffen. Denn sie träumen davon, dass Jesus einmal der mächtige König von Israel werden wird, und sie seine „Minister“, die dann an seiner Seite thronen. Jesus stellt ihnen nur eine Frage: Seid ihr auch bereit, an meiner Seite zu bleiben, wenn ich den bitteren Kelch der Verachtung, der Erniedrigung trinken werde? Das ist der unerbittliche Test: Wer will schon nahe beim Chef sein, wenn dieser fällt? Plötzlich drängt sich niemand mehr darum, zu seinem engsten Kreis zu gehören. Wo bleiben die „Freunde“ in der Not? Vor dem Kreuz Jesu sind die Apostel (fast) alle davongelaufen.

 

Vorerst aber ärgern sie sich nur über die beiden „Wichtigtuer“, die sich so viel auf ihre Nähe zu Jesus einbilden. Die Antwort Jesu gilt bis heute. Es ist nicht etwas Schlechtes, groß werden zu wollen. Du musst dir nur überlegen, worin wirkliche Größe besteht. Du darfst davon träumen, ein Großer zu werden. Nie aber wirst du größer sein, als wenn du dienst. Wen bewundern wir wirklich? Die Menschen, die sich ganz für andere einsetzen! Niemand hat das mehr getan als Jesus.

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