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Der blinde Bettler von Jericho

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium, 25. Oktober 2015 (Mk 10,46-52)

24.10.2015
Gedanken von Kardinal Schönborn zum Evangelium, 25. Oktober (Mk 10,46-52)
© kathbild.at/Rupprecht
Gedanken von Kardinal Schönborn zum Evangelium, 25. Oktober (Mk 10,46-52)

Jericho ist die tiefst gelegene Stadt der Welt, 250 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Palmenstadt ist eine Oase mitten in der Wüste des Toten Meeres. Und für die Pilger auf dem Weg nach Jerusalem die letzte Station vor dem steilen Aufstieg in das Bergland von Judäa. Heute führt eine prachtvolle neue Autobahn nach Jerusalem hinauf. Früher war es ein mühevoller und gefährlicher Weg durch die Wüstentäler.

 

Immer wieder hat Jesus in Jericho Halt gemacht, wenn er zu den Festen nach Jerusalem pilgerte. Diesmal ist es sein letzter Aufstieg zur Heiligen Stadt. Er allein weiß es. Es ist ihm bewusst, dass dort oben Leiden und Tod auf ihn warten. Zwar hat er mehrmals seinen Begleitern gesagt, dass es ernst wird. Aber sie wollten oder konnten es nicht wahrhaben. Immer noch hofften sie, dass es eine Wende zum Guten geben wird.

 

Die große Menschenmenge spricht doch dafür, dass Jesus von Erfolg zu Erfolg eilt. Die Begeisterung für ihn hat nicht nachgelassen. Im Gegenteil: diese vielen Menschen sehen in Jesus eine große Hoffnung. Und oben in Jerusalem, am Ziel seiner Wallfahrt, wird sich diese Begeisterung nochmals lautstark zeigen, als die Menschen ihm einen triumphalen Einzug in Jerusalem bereiten.

 

Ein blinder Bettler am Straßenrand von Jericho wird zum Zeichen für das, worum es Jesus wirklich geht. Er heilt nicht nur diesen armen Blinden. Er will auch uns die Augen öffnen, uns von unserer Blindheit heilen. Denn wer hört schon gerne, dass der Weg mit Jesus kein bequemer Spaziergang ist? Und wer sieht schon gerne, dass Leid und Not ein Weg zu Licht und Leben werden kann?

 

Bartimäus heißt der blinde Bettler. Er ist arm, aber nicht namenlos. Vor Gott ist kein Mensch nur eine Nummer, eine Aktenzahl. Der Sohn des Timäus hört, dass Jesus mit vielen Menschen bei ihm vorbeikommt. Seine lauten Hilferufe stören die Leute. Er ist lästig. Und sie wollen nicht belästigt werden durch die Not dieses Armen. Wie oft gehen uns die Hilferufe von Notleidenden auf die Nerven! Am liebsten hätten wir, dass sie brav schweigen und uns mit ihrer Not in Ruhe lassen.

 

Jesus aber hört den Schrei des Armen. Schon das Zuhören kann kleine Wunder wirken. Der Blinde springt auf voll Hoffnung. Da ist einer, der sich für meine Not interessiert. Dieses Wunder können wir alle wirken, wenn wir nur ein wenig mehr die Nöte der anderen an uns heranlassen.

Was kann ich für dich tun? Diese Frage Jesu an den Blinden sollte viel öfter auch unsere Frage an die sein, die mit ihrem Kummer zu uns kommen. Ich werde vielleicht nicht Blinde heilen, Kranke gesund machen können wie Jesus. Aber ich kann Anteilnahme zeigen. Und das kann schon sehr viel Hilfe bedeuten.

 

Der Geheilte ist Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem gefolgt. Dort hat Jesus Kreuz und Tod erlitten. Er hat nicht seinen eigenen Erfolg gesucht, sondern unsere Heilung. Der blinde Bartimäus hat das verstanden.

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