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Unser tägliches Brot

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Fronleichnamsfest, 26. Mai 2016 (Lk 9,11b-17)

25.05.2016
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Fronleichnamsfest, 26. Mai 2016 (Lk 9,11b-17)
© bilderbox.com
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Fronleichnamsfest, 26. Mai 2016 (Lk 9,11b-17)

Wenn wir mit Kindern Gottesdienst feiern, ist es ein schöner Brauch, das „Vater-Unser“ mit Gesten zu begleiten. Für jede der Bitten gibt es einen eigenen körperlichen Ausdruck. Mich bewegt jedes Mal ganz besonders die Geste zur Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

 

Beide Hände werden ineinandergelegt und bittend ausgestreckt. So soll für alle spürbar werden, dass wir wirklich um unser tägliches Brot bitten. Diese leeren, hingehaltenen Hände sind wie eine Schale, in die das Brot gelegt werden kann, das wir zum Leben brauchen.

 

Manchmal trifft mich dieser Moment ganz tief. Ich sehe rund um den Altar die Kinder stehen, die mit mir ihre Hände zum Zeichen der Bitte ausstrecken. Ich sehe dann vor mir die Bilder von hungernden Kindern, die helfenden Menschen ihre leeren Essnäpfe hinhalten und mit erwartungsvollen Blicken auf die Stillung ihres Hungers hoffen. Dann kommt es schon vor, dass ich mir plötzlich selber vorstelle, ich wäre jetzt in dieser Lage. Die leeren Hände bekommen dann eine neue Bedeutung. Ich werde mir bewusst, dass diese Bitte des „Vater-Unser“ auch für mich einmal ein lebensnotwendiges Flehen um Brot werden könnte. Für wie viele Menschen bedeutet das tägliche Brot ein bitter benötigtes Überlebensmittel!

 

Heute darf ich bei der Fronleichnamsprozession ein kleines weißes Stück Brot mit meinen Händen durch die Straßen der Wiener Innenstadt tragen. Das Brot ist kostbar eingefasst in der Monstranz, damit alle es sehen können. Es ist so klein, dass es sicher nicht zur Sättigung reicht. Und dennoch wird es ganz wörtlich hochgehalten, verehrt, mit Gebeten und Gesängen begleitet. Menschen knien vor ihm nieder, sie werden mit diesem Brot gesegnet.

 

Was denken sich, so frage ich mich beim Tragen dieses Brotes, die vielen Touristen am Straßenrand, wenn die Prozession an ihnen vorüberzieht? Für mich ist es eine stille, innere Freude, ihnen allen den Segen zu wünschen und zu erbitten. Denn dieses Brot ist Christus selber, der so bei den Menschen sein wollte, als Brot, das Leben schenkt. Jesus ist Gott in Menschengestalt. Dieses Brot ist Jesus in Brotgestalt. Es erinnert daran, dass wir nicht von Brot allein leben, auch wenn wir nicht ohne Brot leben können.

 

Wir brauchen Gott wie das tägliche Brot. Fronleichnam bedeutet für mich beides! Die Handgeste bei der Brotbitte des „Vater-Unser“ sagt mir: Danke täglich für das Brot! Erinnere dich an die vielen, die die bittere Not des Hungers erleiden! Die Monstranz mit dem weißen Stück Brot, die ich segnend durch die Straßen tragen darf, weist auf das andere Brot hin, ohne dass die Seele verkommt: das Brot der Liebe, das uns aufleben lässt; das Brot der Vergebung, das uns neu zu beginnen hilft; das Brot der Kommunion, in der Jesus selber unser Gast wird, unsere Speise, unser Lebensmittel. All das geht mir durch Kopf und Herz, wenn ich mit den Kindern die Hände ausstrecke und bete: Unser tägliches Brot gib uns heute!

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