Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Wem bin ich ein Nächster?

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. Juli 2016 (Lk 10,25-37)

08.07.2016
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. Juli 2016 (Lk 10,25-37)
© bilderbox.com
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. Juli 2016 (Lk 10,25-37)

Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Es ist eine Frage, die vor allem an Leistungen denkt. Was muss ich tun, leisten, damit ich gut dastehe und den Lohn des Himmels verdiene? Jesus wendet die Frage zurück an den, der sie ihm stellt: Was steht im Gesetz, also in der Bibel? Der Gesetzeslehrer muss ja die Bibel kennen. Was also liest du dort?

 

Der Schriftgelehrte bringt es gut auf den Punkt. Die Bibel lehrt vor allem zwei Gebote: Du sollst Gott aus ganzem Herzen lieben, und deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst! So einfach, so klar. „Handle danach, und du wirst leben!“ Jesu Antwort ist so schlicht wie das Gebot der Liebe selber.

 

Aber was heißt das: Liebe deinen Nächsten? Ist das so klar? In Österreich taucht immer wieder die Diskussion über diese Frage auf. Wer sind unsere Nächsten, die wir lieben sollen? Die Österreicher? Oder auch die Fremden? Aber die sind uns ja fremd. Sie sind anders. Manche von ihnen sind so anders, dass sie als Bedrohung empfunden werden. Und kann es nicht auch sein, dass sie uns wirklich zur Gefahr werden? Müssen wir nicht an unsere eigenen Leute zuerst denken?

 

Alle diese Fragen bewegen zur Zeit unser Land, ja ganz Europa. Sie spalten die öffentliche Meinung, führen zu politischen Polarisierungen. Hat die Bibel eine Antwort? Ja und nein! Jesus bietet keine allgemeine politische Lösung an. Er hat kein Parteiprogramm verfasst, keine politische Bewegung gegründet. Aber einen Weg hat er dennoch gezeigt. Und dieser Weg steht allen offen. Er fordert alle täglich heraus.

 

Jesus hat nicht allgemeine Theorien gelehrt. Er erzählt einfach eine Geschichte. Mehr nicht. Sie sagt alles. Und sie sagt es mir persönlich, unausweichlich. „Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab.“ Wie Jesus es selber oft getan hat, wenn er nach Galiläa, nach Hause zurückkehrte. Der Mann wird ausgeraubt. Halbtot liegt er in seinem Blut. Zwei Geistliche kommen vorbei. Sie haben es eilig. Sie schauen weg. Sie gehen vorbei. Die Botschaft Jesu in dieser Einzelheit der Geschichte ist klar: Fromm sein allein genügt nicht. Es kommt auf das Tun an, erst dann ist das Frommsein echt. Sie mögen gut den Gottesdienst gefeiert haben, Nächstenliebe haben sie nicht gezeigt.

 

Noch provokanter wird die Geschichte mit dem Samariter. Er ist ein Andersgläubiger, seine Religion ist fremd und gilt als falsch. Zwischen Juden und Samaritern ist Feindschaft. Der Schwerverletzte ist Jude. Die beiden jüdischen Geistlichen haben sich nicht um ihren Volks- und Glaubensgenossen gekümmert. Anders dieser Fremde. Er tut, was bis heute jeder Rettungsdienst tut: Stehenbleiben, hinschauen, helfen. Egal, ob es in den eigenen Terminkalender passt. Egal, ob der Verwundete einer „von uns“ ist oder „von den anderen“. Er ist ein Mensch, und der Samariter verhält sich ihm gegenüber wie ein echter Mensch.

 

Am Schluss hat Jesus die Frage umgedreht. Nicht: Wer ist mein Nächster? Sondern: Wem bin ich ein Nächster? Nur darauf kommt es an: was du tust!

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen