Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Einmal kann es zu spät sein

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 12. November 2017 (Mt 25,1-13)

 

 

11.11.2017
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 12. November 2017 (Mt 25,1-13)
© bilderbox.com
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 12. November 2017 (Mt 25,1-13)

Manche Gelegenheit kommt nicht wieder. Wer den rechten Zeitpunkt verpasst hat, kann das Versäumte nicht mehr nachholen. Wie schmerzlich ist es, sich sagen zu müssen: Hätte ich nur das und das getan! Jetzt ist es zu spät. Mir fallen gleich eine ganze Reihe von Momenten ein, wo ich die Chance nicht wahrgenommen habe. Besonders weh tut es, eine Versöhnung nicht versucht zu haben, wenn die betroffene Person gestorben ist und wir uns Vorwürfe machen, dass wir den Schritt der Aussöhnung immer wieder hinausgezögert haben, bis es zu spät war.

 

Von solch einem „zu spät“ spricht Jesus heute, und wie so oft tut er es mit einem Gleichnis. Gerne greift er auf das Bild der Hochzeit zurück. Jesus hat ja selber an Hochzeitsfesten teilgenommen, zum Beispiel im Nachbarort von Nazareth, in Kana. Damals war den Brautleuten der Wein ausgegangen, und Jesus hatte ihnen aus der peinlichen Situation geholfen, indem er große Mengen an Wasser in Wein verwandelte.

 

Im heutigen Gleichnis spricht Jesus auch von einem Mangel, der aber nicht durch ein Wunder behoben wird: Den „Kranzljungfern“ bei einer Hochzeit geht das Öl in den Lampen aus, genauer gesagt einigen von ihnen. Andere haben genug Reserve für ihre Öllampen mitgenommen. Die ganze Gruppe der zehn Mädchen, die den Bräutigam erwarten sollen, um mit ihm dann in den Festsaal einzuziehen, muss lange warten. Sie werden müde, sie schlafen ein. Plötzlich ist es so weit: Der Bräutigam kommt! Es heißt schnell aufstehen, sich und die Lampen herrichten. Da merken die einen, dass ihnen das Öl ausgeht. Sie haben nicht vorgesorgt, haben nicht daran gedacht, dass es so lange dauern könnte, bis das Hochzeitsfest beginnt.

 

Nun könnte man erwarten, dass die Klugen mit den anderen ihr Öl teilen. Das würde doch die Nächstenliebe erfordern. Mit diesem Gleichnis will Jesus uns aber etwas anderes sagen. Es gibt im Leben Dinge, die ich selber tun muss. Wenn ich sie versäume, kann kein anderer sie mir ersetzen oder mir dabei helfen. In der Nacht noch schnell Öl für Lampen zu kaufen, das wird kaum gelingen. Als die fünf Törichten schließlich doch noch Öl erworben haben, ist es zu spät. Sie stehen vor verschlossener Tür. Das Fest hat begonnen, und sie sind nicht dabei.

 

Es geht um eine Grundhaltung im Leben. Wir haben die Wahl zwischen Klugheit und Torheit, zwischen Umsicht und Nachlässigkeit. Jesus fasst es in ein Wort: „Seid also wachsam!“ Die klugen Jungfrauen haben nicht nur gut geplant, an alles gedacht, was sie brauchen, um für das Hochzeitsfest bereit zu sein. Sie haben vor allem ein waches Herz. Zwar sind sie beim langen Warten müde geworden und eingenickt, aber ihr Herz hat gewacht und war bereit für das Kommen des Bräutigams.

 

Warum schmerzt es uns so, wenn wir etwas versäumt haben, was wir nicht wieder gut machen können? Ich glaube, es ist vor allem der Vorwurf, den wir uns selber machen müssen: Warum habe ich nicht früher daran gedacht? Warum war ich nicht wach und aufmerksam genug, um rechtzeitig zu bemerken, was ich erst im Nachhinein sehe, wenn es leider zu spät ist? Deshalb ist es gut, Gott um ein waches Herz zu bitten: Lass mich rechtzeitig erkennen, wo ich gefordert bin, damit ich nicht später bitter bereuen muss, was ich hätte tun können und leider versäumt habe.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen